VG-Wort
Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
Pacific Rim - Plakat
Pacific Rim - Plakat
© Warner Bros.

Kritik: Pacific Rim (2013)


"Pacific Rim" bezeichnet im englischen Sprachraum diejenigen Küstenregionen, die am Pazifischen Ozean liegen. In Guillermo del Toros neuem, bildgewaltigem Effekte-Spektakel droht den meisten am Pazifischen Ozean gelegenen Weltstädten die komplette Auslöschung durch Monster, die unter einer orgiastischen Zerstörungswut leiden und diese an der menschlichen Rasse ausleben. "Pacific Rim" kostete knapp 200 Millionen Dollar und bereits nach wenigen Minuten wird deutlich, für was das immense Budget ausgegeben wurde: für die monumentalen CGI-Effekte, die sogar Michael Bays Brachial-Schlachten in "Transformers" in den Schatten stellen und das Fan-Herz höher schlagen lassen. Del Toros Hommage an das japanische Monster-Kino ist schon jetzt eines der Leinwandspektakel des Jahres.

Gleich vorweg: wer mit den opulenten Schauwerten und dem wuchtigen CGI-Gewitter der "Transformers"-Filme nichts anfangen konnte, ist hier sicher im falschen Film. "Pacific Rim" macht auf atemberaubende Weise deutlich, was heute in Bezug auf Computereffekte alles möglich ist. Und das ist eine ganze Menge. Allein die mehr als 25-Minuten andauernde Krawall-Sequenz, in der Hongkong dem Erdboden gleich gemacht wird, ist visuell derart bombastisch geraten, dass man seinen Augen kaum zu trauen wagt. Die für die Tricks zuständige Effekteschmiede von George Lucas, "Industrial Light and Magic", leistete ganze Arbeit und setzt hier neue Maßstäbe.

Was der Film an technischen Tricks und Schauwerten alles zu bieten hat, fehlt ihm freilich an tiefgründiger Story und vielschichtigen Charakteren. Doch glücklicherweise legt Regisseur Del Toro es gar nicht erst darauf an, seinen als klassischen Genre-Film ausgelegten Blockbuster als bedeutungsschwangeres, pseudo-anspruchsvolles Kammerspiel daherkommen zu lassen. Hier folgt Kampfgetümmel auf Kampfgetümmel, das jedoch derart unterhaltsam und technisch ausgefeilt, dass die 130 Minuten Laufzeit wie im Fluge vergehen. Und trotz aller visuellen Brillanz transportiert der Film am Ende dann eben doch noch eine Botschaft: da die riesigen Roboter immer nur zu zweit gesteuert und gelenkt werden können, bedarf es am Ende doch des Zusammenhaltes und gemeinsamen Vorgehens der Menschen, um die Welt vor dem Ende zu bewahren.

Fazit: Monstermäßiges Krawall- und Schlachtengetöse, das in Sachen Detailverliebtheit und visueller Brillanz neue Standards setzt. Wer "Transformers" gut fand, wird "Pacific Rim" lieben.





Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.