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Thor: The Dark Kingdom
Thor: The Dark Kingdom
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Kritik: Thor 2 - The Dark Kingdom (2013)


Nach dem fulminanten Einspielergebnis des ersten Teils in Höhe von fast 450 Millionen Dollar, stand schnell fest, dass eine Fortsetzung folgen und damit auch eine eigene Film-Reihe über den beliebten Donnergott starten würde. Auf dem Regiestuhl nahm diesmal nicht Kenneth Branagh sondern Alan Taylor Platz, der sich bisher vor allem der Episoden-Inszenierung von TV-Serien verschrieb ("Mad Men", "Sopranos"). Dass Taylor der Sprung vom qualitätskonstanten TV-Regisseur zum Macher von bildgewaltigen, humorvollen Superhelden-Blockbustern gelingt, beweist er mit "The Dark Kingom" eindrucksvoll. Zwar kommt die Fortsetzung um den hammer-schwingenden Donnergott nicht ganz so tiefgründig und emotional wie der erste Teil daher. Die stimmige Symbiose aus charismatischen Darstellern, epischen Schlachtszenen und – vor allem – humorvollen Einlagen der Protagonisten wird Fans zufrieden stellen – und die hektischen, verwirrenden ersten Minuten des Films schnell vergessen machen.

Hat man die erste Viertelstunde dieses Superhelden-Spektakels überstanden, erwartet den Zuschauer ein unterhaltsames und effektreiches Fantasy-Action-Feuerwerk, das nahe an die Qualität von Thor (2011) heranreicht. Diese ersten Minuten sorgen leider für reichlich Verwirrung und Konfusion beim Zuschauer, verursacht durch eine Vielzahl von Schauplatz-Wechseln sowie die überladenen Kampfszenen diverser Schlachten, die vom Reich Wanenheim bis nach Asgard reichen. Auch erreicht "The Dark Kingdom" zu keinem Zeitpunkt die Tiefgründigkeit und Emotionalität des Vorgängers, vor allem hinsichtlich der Charakterzeichnung und der Beziehung zwischen den Figuren untereinander. Lässt man diese Missstände aber einmal beiseite, macht "The Dark Kingdom" ähnlich viel Spaß wie die hervorragenden Marvel-Comicverfilmungen der letzten Jahre ("Captain America", "The Avengers" etc.). Dafür sorgen auch die gezielt eingesetzten komischen Einlagen, die nicht zuletzt auf das Konto von Stellan Skarsgård als Dr. Erik Selvig gehen.

Skarsgårds irrer Nacktauftritt zählt zweifelsfrei zu den witzigsten Szenen des gesamten Films. Zudem ist es der Ausdrucksstärke und der Leinwandpräsenz der übrigen Darsteller zu verdanken, dass "The Dark Kingdom" funktioniert. Chris Hemsworth ist in seiner Rolle als muskelbepackter, smarter und gerissener Thor wieder ganz in seinem Element, Natalie Portman als Thor-Geliebte Jane verleiht ihrer Figur das richtige Maß an Verletzbarkeit und zarter Anmut. Und nicht zu vergessen Tom Hiddleston als Loki, Thors durchtriebener Adoptivbruder, der erneut sein geniales, unvergleichliches Mienespiel gekonnt einsetzt, um beim Zuschauer wie auch bei den übrigen Protagonisten im Film Verwirrung zu stiften. Noch ein Wort zu den computergenerierten Effekten: diese sind – wie bei Superhelden-Movies aus dem Hause Marvel gewohnt – über jeden Zweifel erhaben und sorgen für die nötige optische Brillanz, starke Visualität und Ausdruckskraft.

Fazit: Die gelungene Symbiose aus charismatischen Darstellern, komischen Momenten und optischer Brillanz macht aus "The Dark Kingdom" eine sehenswerte Fortsetzung – und die enttäuschenden, konfusen ersten Minuten schnell vergessen.





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