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Die Bestimmer - Kinder haften für ihre Eltern - Hauptplakat
Die Bestimmer - Kinder haften für ihre Eltern - Hauptplakat
© 20th Century Fox

Kritik: Die Bestimmer - Kinder haften für ihre Eltern (2013)


In "Die Bestimmer" übernimmt Komiker-Legende Billy Crystal zu ersten Mal nach zehn Jahren ("Reiner Nervensache 2", 2002) wieder eine Hauptrolle in einem Film. Crystal fungierte hier auch als Autor der Geschichte und holte sich für das Drehbuch zwei in Sachen Familienunterhaltung erfahrene Schreiberlinge: Die Autoren Lowell Ganz und Babaloo Mandel, beide - wie Crystal - schon deutlich über 60. Seit den siebziger Jahren schreiben beide als Duo immer wieder Familienkomödien und Fernsehserien, darunter zuletzt Filme wie "Zahnfee auf Bewährung" (2010) oder "Robots" (2005). Auch Regisseur Andy Fickmann bewies bereits sein Talent für familienfreundliche und komische Stoffe, z.B. mit "Daddy Ohne Plan" (2007) oder "Du schon wieder" (2010). Mit "Die Bestimmer" liefern die Macher im allerbesten Sinn altmodische Familienunterhaltung ab, die niemandem Wehtut und sich bestens für einen vergnüglichen Film-Abend für die ganze Familie eignet.

Die gute alte Torte-im-Gesicht-Szene, der schmerzvolle Baseball-Schlag zwischen die Beine oder auch die herrlich ausschweifende Tanz- und Gesangseinlage: "Die Bestimmer" deckt sämtliche Humorschienen ab, so dass Kinder wie auch ältere Semester gleichermaßen ihre Freude an dem Film haben werden. Bitterböser Wortwitz wechselt sich mit ulkigem Slapstick, und schräger Situationskomik ab. Diese gelungene Humor-Mischung sorgt beim Betrachten des Films dafür, dass man sich häufig an solch Komödien-Großtaten wie "Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich" (2004) oder auch "Die Familie Stone" (2005) der mittleren 00er-Jahre erinnert fühlt. "Die Bestimmer" ist erfrischend, leicht überdreht und spricht auch ernste Themen an, wie z.B. Generationskonflikte, das Thema Familie allgemein oder auch moderne Erziehungsmethoden. Dies dürfte vor allem für die älteren Zuschauer oder frischgebackene Eltern, die mit diesem Film einen gemütlichen, amüsanten Abend im Kino verbringen wollen, von großem Interesse sein.

Natürlich ist manch eine Szene überspitzt-überzogen und hätte ein wenig inszenatorische Zurückhaltung nötig gehabt (z.B. die eskalierende Torten-Schweinerei), alles in allem sorgt "Die Bestimmer" über nahezu die gesamte Spielzeit aber für köstliche Familien-Unterhaltung. Darstellerisch kann der Film ebenso überzeugen, vor allem Billy Crystal und Bette Midler als wohlmeinende Großeltern ergänzen sich perfekt und agieren als glänzend eingespieltes Team, das gegen die allzu festgefahrenen und ultra-modernen Erziehungsmethoden der Tochter angehen muss. Dabei merkt man Billy Crystal zu jeder Sekunde die Spielfreude an. Hoffentlich vergehen nicht wieder zehn Jahre bis zur nächsten Hauptrolle.

Fazit: "Die Bestimmer" ist eine leicht verdauliche, glänzend unterhaltende Familien-Komödie mit viel Slapstick und Wortwitz, der man die Spielfreude der Darsteller zu jeder Zeit anmerkt.





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