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I, Frankenstein
I, Frankenstein
© Sony Pictures

Kritik: I, Frankenstein (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Aaron Eckard ("The Dark Night") gehört nicht gerade zu Hollywoods großen Charakterdarstellern. Aber in einem Actionfilm macht sich der stoische Hüne auf jeden Fall gut. Deshalb ist es nur konsequent den Mimen als Frankensteins Monster in einer Geschichte zu besetzen, dessen Gothic-Horror-Elemente für den Filmemacher Stuart Beattie nur als grobschlächtiges Fantasy-Setting von Interesse ist. Dabei gemahnt die billige 3D-Fantasy-Kitsch-Welt an die Optik eines mittelprächtiges Computerspiels. An ein ebensolches erinnert auch spätestens dann die "Handlung" dieses tumben Action-Machwerks, als sich immer größere Scharen an Gargoyles und Dämonen wilde Kämpfe in den Lüften liefern. Da explodiert und kracht es kräftig und immer wenn eine Spielfigur – pardon: ein Gargoyle oder ein Dämon – sein Leben aushaucht, so schießt deren Seele im Falle eines guten Gargoyles blau gen Himmel bzw. im Falle eines bösen Dämons rot gen Erde/Hölle.

Mitten im Getümmel findet sich Adam/Aaaron mit finsterster Gesichtsversteinerung. Er hat auch wirklich nichts zu lachen. Erst wird Adam von der gestrengen Königin Leonore der Gargoyles (Miranda Otto) gefangengenommen und dann hat es auch noch der finstere Naberius (Bill Nighy), der Anführer der Dämonen, auf ihn abgesehen. Wer diesen Film wirklich ernst nimmt, wird wahrscheinlich sehr bald ähnliche Fluchtimpulse wie Adam verspüren. Aber egal, ob "I, Frankenstein" einfach unfreiwillig komisch oder doch bewusst so inszenierter Camp ist: Der bittere Ernst, mit dem dieser stumpfe Unsinn vonstatten geht, hat bei einer von vornherein auf null gesetzten Erwartungshaltung doch einen sehr eigenen Unterhaltungswert. Alleine die völlig übertriebenen Bassstimmen der bösen Dämonen sind bereits für so manche Lacher gut. Aber spätestens, wenn das Labor eines verrückten Wissenschaftlers samt passender Versuchsobjekte ins Bild rückt, verbindet sich kurzzeitig ein Hauch von "Re-Animator" (1985) mit dem allgegenwärtigen billigen Action-Schrott zu einem grandiosen Trash-Vergnügen. "I, Frankenstein" ist ein klarer Vertreter der Kategorie "so bad, it's good!".

Fazit: Ein Film wie ein vor Fett triefender Billig-Burger: Hirn ausschalten, 3D-Brille aufsetzen und genießen!




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