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Transformers: Ära des Untergangs
Transformers: Ära des Untergangs
© Paramount Pictures Germany

Kritik: Transformers 4: Ära des Untergangs (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

´Mit der "Transformers"-Reihe hat Action-Spezialist und Popcornkino-Regisseur Michael Bay eine der erfolgreichsten Blockbuster-Reihen aller Zeiten geschaffen. Die ersten drei "Transformers"-Filme spielten über 2,5 Milliarden Dollar ein und allein in Deutschland sahen fast sechs Millionen Kinobesucher die Filme. Eigentlich galt die Reihe mit dem dritten Teil 2011 als abgeschlossen, umso überraschender war die Meldung vor anderthalb Jahren, dass Bay auch die Regie bei einem vierten Teil und damit dem Beginn einer neuen Trilogie führen würde. "Transformers 4" verschlang ein gigantisches Budget von über 200 Millionen Dollar und wird Fans der Ursprungs-Trilogie über die außerirdischen Roboter Freude bereiten: auch Teil vier ist laut, explosiv und eine visuelle Wucht.

In Sachen Special Effects legt Bay hier sogar noch eins drauf, lässt er seine metallenen Ungetüme diesmal doch glatt 170 Minuten lang aufeinander losgehen. Wer keinen Wert auf Story, Figuren und emotionale Tiefe legt und sich stattdessen einfach nur berieseln lassen und über die gigantische Materialschlacht staunen möchte, ist hier richtig. Zudem machen vor allem mit Mark Wahlberg und Nicola Petz die neuen Hauptdarsteller eine ordentliche Figur, sie kommen frisch und unverbraucht daher.

Wer schon die ersten drei "Transformers"-Filme dümmlich, oberflächlich und seelenlos fand, der sollte einen großen Bogen um "Die Ära des Untergangs" machen. Der Film legt seinen Schwerpunkt wie gewohnt klar auf die optischen Schauwerte und den orgiastischen Bombast ausufernder, gewaltiger Schlachtszenen. Die Hauptfiguren sind einfach gezeichnet und erweisen sich nicht gerade als besonders tiefschürfend und vielschichtig. Dennoch machen Mark Wahlberg als charismatischer Action-Held und stets besorgter Über-Vater sowie Nicola Peltz als dessen Film-Tochter eine gute Figur, auch wenn man bei ihnen freilich keine komplex gezeichneten Charaktere mit Tiefgang erwarten darf. Die Harmonie stimmt und man merkt es den gemeinsamen Szenen an, dass die Beiden auch privat befreundet sind.

Visuell ist der Film dagegen eine Wucht: die Kampfszenen sind noch ausladender und pompöser geraten, die Roboter erscheinen kristallklar und herausragend animiert. Zudem lässt sich Bay mit seinen Technik-Ungetümen hier so lange Zeit wie nie zuvor: sage und schreibe 170 Minuten lang ist die Effekte-Schau geraten, und damit um ganze 30 Minuten länger als die Kino-Version des ersten Teils. Wer an dieser Gigantomanie bisher seine Freude hatte, kommt wieder auf seine Kosten.

Fazit: Gigantische, fast drei Stunden lange monumentale Materialschlacht mit wenig Story und ohne Tiefgang. Aber: Die neuen Darsteller bringen frischen Wind in die Materie und die Effekt versetzen - mal wieder - in ungläubiges Staunen.




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