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Kindsköpfe 2 - Hauptplakat
Kindsköpfe 2 - Hauptplakat
© Sony Pictures

Kritik: Kindsköpfe 2 (2013)


Vor drei Jahren kam eine herrlich ausgelassene Familienkomödie in die Kinos, in der vier Freunde samt Anhang ein Spaß-Wochenende an einem Haus am See verbringen. Der von Adam Sandler gespielte Hollywoodagent Lenny Feder und seine Jugendfreunde lavierten in "Kindsköpfe" zwischen familiären und anderen Zwängen des Erwachsenseins und den Bedürfnissen des Kindes im Manne. Seltsame Erziehungsstile und spleenige Kinder sorgten für schrille Noten mit hohem Wiedererkennungsfaktor für Zuschauer mittleren Alters. Kaum zu glauben, dass das gleiche Team den Fortsetzungsfilm nun dermaßen in den Sand setzt. "Kindsköpfe 2" ist an Peinlichkeiten, Ekelwitzen und müder Verlegenheitscomedy kaum zu überbieten.

Regisseur Dennis Dugan ist in seinem achten Film mit Hauptdarsteller Adam Sandler offenbar die Lust vergangen, und Sandler selbst hat als Drehbuchautor neben Fred Wolf und Tim Herlihy nicht mehr genügend Ideen für eine spaßige Geschichte. Wohin der Film driftet, erkennt man schon in der Anfangssequenz, in der sich ein Hirsch ins Haus der Feders verirrt hat und dort eine erstaunliche Menge Urin verspritzt. Die Erwartung, dass man mehr darüber erfahren könnte, wie sich Lenny und Roxanne und die anderen Eltern so machen, kann man gleich vergessen. Sandler und Co. beschränken sich weitgehend auf Kurzkonversation mit den Kindern, die dann zur Karikatur verdichtet wirkt.

Anstatt einer richtigen Handlung gibt es Sketche wie aus einer angestaubten Sitcom, wo sich die Protagonisten ständig über den Weg laufen und den biederen Tag in lauter scheinspaßige Momente unterteilen. Lenny springt als Schulbusfahrer ein, weil der echte seinen Ehekummer mit zu viel Betäubungsmitteln bekämpft. Etliche Szenen folgen, in denen dieser nicht ansprechbare Mensch von Lenny und Kurt, nur so zum Spaß, kopfüber im Bus aufgehängt oder wie eine Marionette an einem Strick bewegt wird. Marcus setzt sich in einen Truck-Reifen und rollt durch die Stadt, und Eric führt seinen genialen Dreifachtrick vor: rülpsen, niesen, furzen.

Wenn nicht auch einige hübsche Witze und passable Szenen vorkämen, würde man dieses Werk – viele Darsteller sind bekannte Comedians mit Erfahrung bei der TV-Show "Saturday Night Live" - für absichtlich missraten halten. Aber die Achtziger-Jahre-Party sieht nett aus mit ihren verkleideten Indiana-Jones- und Prince-Typen. Gut ist auch die Parodie auf die schnöseligen Studenten, deren Anführer von "Twilight"-Charmeur Taylor Lautner gespielt wird.

Fazit: "Kindsköpfe 2" ist eine misslungene Fortsetzungskomödie. Hauptdarsteller und Co-Autor Adam Sandler und sein Team versuchen ihren Ideenmangel mit peinlichem Fäkalhumor und müden, zusammenhanglosen Sketchen zu kaschieren.





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