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Die Fünfte Welle
Die Fünfte Welle
© Sony Pictures

Kritik: Die 5. Welle (2015)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Mit "Die 5. Welle" startet nun eine neue, als Trilogie angelegte Franchise um verliebte Teenager vor apokalyptischer Kulisse in den Kinos. Genau wie bei den bei Publikum und Kritikern erfolgreichen Reihen "Die Tribute von Panem" und "Maze Runner" dient auch diesem Endzeitdrama mit Sci-Fi-Elementen eine Buchserie als Vorlage und mit Chloë Grace Moretz konnte sogar einer der vielversprechendsten Jungstars Hollywoods für die Hauptrolle verpflichtet werden.

Dennoch waren die Erwartungen an J Blakesons zweiten Kinofilm nach "Spurlos – Die Entführung der Alice Creed" (2009) eher gering, schon der Trailer zum Film ließ eine eher mittelmäßige Produktion erwarten. Dieser Eindruck bestätigt sich nun, nicht nur im direkten Vergleich mit der prominenten Konkurrenz erweist sich "Die 5. Welle" als mitunter erschreckend schwacher Vertreter seines Genres.

Während der Einstieg in den filmischen Kosmos trotz nicht immer überzeugender Spezialeffekte gelungen ist und vor allem von Moretz‘ engagiertem Spiel lebt, treten mit zunehmender Laufzeit zahlreiche Schwächen hervor. Die hölzerne Inszenierung versteht es nicht, die einzelnen Elemente zu einem stimmigen und sinnvollen Ganzen zu verbinden: Sci-Fi, Action, Drama und Romantik stehen hier wie Fremdkörper nebeneinander und werden von Blakeson zu einem kruden und zu keinem Zeitpunkt glaubwürdigen Mix verquirlt.

Verstärkt wird dieser unbeholfene Eindruck noch von dem chaotischen Drehbuch, das seinen simplen Plot auf umständliche und an den Nerven zerrende Weise ausbreitet. Besonders peinlich sind dabei einige Dialoge geraten, es ist bisweilen schmerzhaft den jungen und nicht untalentierten Schauspielern dabei zusehen zu müssen, wie sie ihre lächerlichen Zeilen aufsagen. Das dürfte selbst der anvisierten Zielgruppe im Teenageralter bald zu bunt werden, vor allem wenn man bedenkt, welche spannenden und deutlich ambitionierteren Alternativen das Genre der Teenie-Dystopie doch bietet.

Fazit: Trotz einer vielversprechenden Vorlage sowie einer engagierten Hauptdarstellerin entpuppt sich "Die 5. Welle" als erschreckend schwache Teenie-Dystopie. Inszenierung und Drehbuch sind gleichermaßen unstimmig und muten den jungen Schauspielern mitunter Szenen und Dialoge von schwer erträglicher Peinlichkeit zu.




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