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Love Stories - Erste Lieben, zweite Chancen
Love Stories - Erste Lieben, zweite Chancen
© Wild Bunch

Kritik: Love Stories - Erste Lieben, zweite Chancen (2013)


Indiedrama for Dummies – den Buchtitel gibt’s noch nicht. Also schnell schnell, Josh Boone...

Meet William Borgens (Greg Kinnear), einst Bestsellerautor, derzeit nicht arbeitend. Seit drei Jahren unglücklich geschieden von Erica (Jennifer Connelly), welche inzwischen mit einem athletischen aber nicht sonderlich schlauem Boy Toy-Klischee zusammenlebt. Die zynische älteste Tochter Samantha (Lily Collins) landet einen Buchdeal, während ihr jüngerer Bruder Rusty (Nat Wolff) – Bilderbuchnerd und Stephen King-Fan - ebenfalls Talent zeigt, aber damit nirgendwo landet. Und dann ist da noch Veronica Mars Kristen Bell als Nachbarin Tricia, die täglich an Williams idyllischen Strandhaus vorbei joggt und eben mal einen Quickie mit ihm erledigt.

Wie sich das Ganze auflöst ist dermaßen vorhersehbar, dass es sich fast peinlich anfühlt, den brutal konstruierten Rest anzusehen. Boones Erstling verbrät jede Menge gute Schauspieler für eine rührselige Brühe ohne echte Gefühle. Oh, und Lily Collins, Tochter von Phil und nervige Hauptdarstellerin von "Spieglein Spieglein - Die wirklich wahre Geschichte von Schneewittchen" - aber immerhin sieht sie der jungen Jennifer Connelly ("Labyrinth") tatsächlich verdammt ähnlich.
Spätestens nach zwanzig Minuten wird der Film ähnlich anstrengend wie die "Lindenstraße": Gestelzte, aufgesetze emotionale Konflikte. Allerdings: Die Serie kriegt Familiendrama besser hin. Drogensucht und unheilbare Krankheiten als deus ex machina (oder dei? Lateiner, bitte kommentieren!) machen das arg gutgemeinte Wrack auch nicht besser.

Fazit: Eine wohlhabende Familie mit schnuckeligen Neurosen, Luxusproblemen und verwöhnten Gören findet wieder zusammen. *Gähn*





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