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Lotte und das Geheimnis der Mondsteine
Lotte und das Geheimnis der Mondsteine
© Kinostar © Pandora Film

Kritik: Lotte und das Geheimnis der Mondsteine (2011)


"Lotte und das Geheimnis der Mondsteine" ist bereits das zweite Trickfilm-Abenteuer der aufgeweckten Hundedame Lotte, das den Weg in die Kinos findet. Wie schon beim ersten Film "Lotte im Dorf der Erfinder" von 2007 führten bei der estnisch-lettischen Co-Produktion erneut die Karikaturisten Heiki Ernits und Janno Põldma Regie. Gemeinsam mit dem Film- und Bühnenautor Andrus Kiviräh entwickelten die Beiden auch das Drehbuch. Hierzulande dürften viele Kinder Lotte vor allem aus dem Fernsehen kennen. Dort ist sie im "Sandmännchen" regelmäßig in kurzen, dreiminütigen Filmchen zu sehen, in denen sie gemeinsam mit ihren Freunden spannende Abenteuer bewältigen muss.

Mit "Lotte und das Geheimnis der Mondsteine" gelingt es den Machern, den Charme und Reiz der kurzen TV-Filme auf die Leinwand zu übertragen. Der Film ist ein kindgerechter, origineller Trickfilm, der jungen Zuschauern im Vor- und Grundschulalter eine Menge Spaß bereiten wird. Dafür sorgen zum einen die liebenswürdigen Figuren und Charaktere, die die bunten und phantasievollen Welten bevölkern. Hundedame Lotte ist eine wissbegierige, kluge Hauptfigur, die stets um das Wohl von Natur, Mensch und Tier besorgt ist und eine passende Identifikationsfigur abgibt. Begleitet wird Lotte auf ihrer Reise von ihrem tollpatschigen, ein wenig unbeholfenen Onkel Klaus, der für die meisten Lacher sorgt. Ein weiterer Pluspunkt ist die gelungene technische Umsetzung, die klassisch handgezeichnete Elemente mit animierten Szenen verbindet. Die farbenfrohen, leuchtenden Welten und Handlungsorte mit ihren schrillen Bewohnern und vielen Details (die Pinguininsel, das Regenlabyrinth oder auch das Land der Träume) sind schön anzusehen und beweisen, dass es nicht immer animierte Hochglanzbilder in 3D braucht, um auf visueller Ebene zu überzeugen.

Für ältere Kinder, die bereits die Grundschule hinter sich haben, und Jugendliche ist "Lotte und das Geheimnis der Mondsteine" dagegen weniger geeignet. Bei ihnen könnte die doch arg konventionell geratene, spannungsarme Story von der altbekannten Reise, auf die sich die Hauptfigur begibt, schnell ein Gähnen hervorrufen. Wie so oft bei Trickfilmen geht es in der Geschichte auch um die Vermittlung von Werten wie Freundschaft, Mut und Vertrauen in andere Menschen. Auch ist die Überwindung von Angst und Furcht eine zentrale Botschaft des Films. Dies mag für Kinder zwischen vier und zehn Jahren interessant und spannend sein, für alle anderen ist das aber nur bedingt der Fall.

Fazit: Die gelungene technische Umsetzung sowie die sympathischen, liebenswürdigen Figuren und Charaktere werden vor allem den kleinsten Zuschauern Freude bereiten. Bei älteren Kinobesuchern hingegen werden die harmlose, zu konventionell geratene Story und die zentrale Botschaft des Films vermutlich eher Langeweile auslösen.




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