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Nix wie weg - vom Planeten Erde (3D)
Nix wie weg - vom Planeten Erde (3D)
© Sony Pictures © Splendid Film

Kritik: Nix wie weg - vom Planeten Erde (2013)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Haben die Menschen Grund, sich vor Aliens und Ufos zu fürchten? Nein, behauptet dieser quirlige Animationsfilm, es ist umgekehrt: Die blauen Bewohner von Baab halten sich lieber von der Erde fern, die sie den Dunklen Planeten nennen. Denn keiner der Forschungsastronauten aus dem All, die sich dorthin wagten, kehrte jemals zurück. Das fröhliche und actionreiche Kinodebüt von Regisseur Callan Brunker wendet sich als Familienfilm an Zuschauer verschiedener Altersgruppen. Aber seine zahlreichen Bezüge zur Ufologie und den Mythen der Area 51 dürften vor allem den Geschmack des erwachsenen Publikums treffen, das sich im "Star Wars"- und "Star Trek"-Universum heimisch fühlt. "Star Trek"-Darsteller William Shatner spricht in der Originalversion auch die Stimme von General Shanker.

Die Legenden, die sich um das militärische Sperrgebiet in Nevada und um die mysteriösen Roswell-Aliens von 1947 ranken, liefern dem Film Stoff für gelungene Komik. Gary begegnet an der einsamen Tankstelle, die in der Mythologie der Ufo-Sichtungen eine wichtige Rolle spielt, zwei Menschen, die ihr Glück kaum fassen können. Die Bösen sind aber auch schon zur Stelle: General Shankers Truppe bestätigt die alten Verschwörungstheorien, wonach das Militär die Roswell-Aliens und die meisten anderen Ufo-Funde schnell verschwinden ließ. Die Area 51 ist nämlich ein Gefängnis und ein Forschungslabor zugleich, in dem Aliens unter der Fuchtel des Militärs Touchscreens, Suchmaschinen und Social-Media-Netzwerke entwickeln. Das wirkt dann auch wie ein lustiger Seitenhieb auf die erst kürzlich aufgedeckte Spionage-Verbindung zwischen der NSA und mehreren Internetgiganten.

Stilistisch spielt der 3D-Film mit runden und ovalen Formen, die das Design von fliegenden Untertassen und Raumschiffen aufgreifen. Auf dem Planeten Baab ist fast alles irgendwie rund, die Häuser, deren Einrichtung, selbst Kips Bett sieht aus wie ein futuristisch-elegantes Raumfahrzeug. An Farben wird nicht gespart und der grelle Look macht in Verbindung mit der inhaltlichen Rastlosigkeit der Geschichte einen etwas billigen Eindruck. Vieles geschieht unvermittelt, sogar plump, dabei aber wird die Action doch nur in eine klischeehafte Bahn mit dem Thema Bruderliebe und Bruderzwist gelenkt. Es stellt sich die Frage, ob die reizvolleren Witze aus dem Ufologie-Spektrum die dem Abenteuerfilm seine besondere Note geben, vom jungen Publikum überhaupt verstanden werden.

Fazit: Die actionreichen Abenteuer eines blauen Aliens, welches das Geheimnis des militärischen Sperrgebiets Area 51 aufdeckt, bieten anspielungsreiche Ufo-Komik in grellbunter Optik. Die vollgepackte Geschichte wirkt aber auch hastig und etwas lieblos heruntergespult.





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