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Dumm und Dümmehr
Dumm und Dümmehr
© Universal Pictures International Germany

Kritik: Dumm und Dümmehr (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Für die Fortsetzung des Komödien-Hits "Dumm und Dümmer" von 1994 kam es zur Wiedervereinigung des erfolgreichen Regie-/Darsteller-Gespanns von damals: Auf dem Regiestuhl nahmen erneut die auf leichte Unterhaltung spezialisierten Brüder Peter und Bobby Farrelly ("Schwer verliebt", "Ich, beide & sie") Platz. Und für die Hauptrollen konnten wieder die Grimassen-Schneider Jim Carrey und Jeff Daniels gewonnen werden. Die Rechnung geht dabei (fast) voll auf: auch wenn die Anzahl der infantilen Gags diesmal noch höher ist und die komödiantische Klasse des Originals nicht ganz erreicht wird, ist den Machern eine überzeugende, mit hoher Gag-Dichte ausgestatte Komödie mit gut harmonierenden Darstellern gelungen. Immer vorausgesetzt, man hat mit federleichter Unterhaltung und einer am Reißbrett entworfenen Rahmenhandlung kein Problem.

Gleich vorweg: An die Qualität des Originals reicht "Dumm und Dümmehr" nicht heran, was vor allem an zwei Dingen liegt: am harmlosen, nicht gerade neuen und am Reißbrett entworfenen Plot von der Suche nach der verlorenen Tochter und an mindestens einer Handvoll Witze, die definitiv auch für hartgesottene Fans des grenzdebilen Humors zu reißerisch und schlicht geschmacklos (Stichwort: knochiger Truthahn) geraten sind. Dennoch bietet der Film solide Komödien-Unterhaltung mit vielen Lachern, einer vom Regie-Gespann brillant inszenierten Traum-Sequenz und - wohl der größte Pluspunkt - zwei glänzend harmonierende Hauptdarsteller, die sich auch nach zwei Dekaden problemlos in ihre Paraderollen einfinden.

Mit großer Spielfreude und viel Hingabe verkörpern Comedy-Gigant Jim Carrey und Jeff Daniels (mittlerweile fast 60) wieder ihre Lieblingsrollen: die der sympathischen aber schwachköpfigen Voll-Deppen Lloyd und Harry. Und: Mindestens über die Hälfte der Gags geht voll auf und zündet: vom brüllend komischen Wiedersehen der Beiden in einer Psychiatrie über Harrys niedliche aber verhaltenauffällige Hauskatze Rosette oder der immer wieder hinreißend witzigen (und höchst befriedigenden) Art, wie die zwei Unterbelichteten gemeinsam Fahrräder zur Fortbewegung nutzen: "Dumm und Dümmehr" ist für etliche Lacher gut und wird Fans des kultigen Originals nicht enttäuschen.

Fazit: Zwei glänzend harmonierende Hauptdarsteller in ihren Paraderollen und unzählige gelungene Gags machen die klischeehafte Story und die Geschmacklosigkeit einiger Scherze weitestgehend vergessen.





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