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BB King: The Life of Riley (2012)

Britische Musik-Doku über den US-Musiker BB King, die in Zusammenarbeit mit dem 1925 geborenen King entstanden ist und auch zahlreiche Interviews, z.B. mit Carlos Santana, Bill Cosby, Bruce Willis, Bonnie Raitt, Eric Clapton und anderen enthält.User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.3 / 5

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B.B. King erblickt am 16. September 1925 im US-Bundesstaat Mississippi als Riley B. King das Licht der Welt. Er wächst in ärmlichen Verhältnisse auf und lernt früh, was es heißt, mit Wenig auszukommen und von Tag zu Tag zu Leben. Kraft und Ermutigung findet der junge King schon damals in der Musik, zu seinen Vorbildern zählen Blues-Größen wie T-Bone Walker und Lonnie Johnson.
Trotz permanenter Unterdrückung und schwieriger Anfangsjahre aufgrund der damals in den USA vorherrschenden Rassentrennung, entwickelt sich King ab den 60er-Jahren zu einem der erfolgreichsten Vertreter des Blues-Genres. Nach jahrelangen Tourneen quer durch die USA, gelingt King mit seiner Version des Klassikers "The Thrill is gone" 1970 der internationale Durchbruch. In den folgenden Jahren öffnet sich King auch mehr und mehr dem Mainstream und wendet sich auch verstärkt der modernen Popmusik zu. 1974 tritt King vor dem legendären Box-Kampf zwischen Muhammad Ali und George Foreman im Stadion von Kinshasa, Zaire, auf. 1988 nimmt er mit den irischen Stadionrockern von U2 den Hit "When love comes to town" auf. Diese Kollaboration und die Tour "Lovetown" im Jahr darauf verschafft King viele neue Fans und Zuhörer, die vorher mit Blues nicht allzu viel anzufangen wussten. Nachdem er bereits 1980 in die Blues-Hall-of-Fame aufgenommen wurde, erfolgt Ende der 80er-Jahre die Aufnahme in die Rock-n-Roll-Hall-of-Fame. Bis heute hat B.B. King über 40 Millionen Platten verkauft und zählt damit zu den erfolgreichsten Blues-Künstlern der Welt.

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Filmkritik

Riley B. King, besser bekannt unter dem Namen B.B. King, gehört zu den bedeutendsten und erfolgreichsten Blues-Sängern und -Gitarristen aller Zeiten. Er prägte ein ganzes musikalisches Genre nachhaltig und sein Einfluss auf nachfolgende Musiker und Generationen reicht bis in die Gegenwart. Die Dokumentation "B.B. King: The Life of Riley" zeichnet ein ausführliches Bild vom Leben und Wirken des einflussreichen Künstlers. Zwei Jahre begleitete Filmemacher Jon Brewer B.B. King, am Ende kamen über 250 Stunden Material zusammen, aus denen Brewer einen gelungenen da sorgfältig recherchierten und mit Leidenschaft für sein Thema umgesetzten Film schuf. Zwar läuft die Doku an manchen Stellen Gefahr, die Figur B.B. King zu glorifizieren und zu wenig kritisch zu beleuchten, am Ende gerät "The Life of Riley" aber zu einem durchaus ansprechenden Film, der vor allem für Musik-Fans im Allgemeinen und Blues-Jünger im Besonderen lohnenswert ist.

Regisseur Brewer findet für seine Dokumentation eine ausgewogene, homogene Mischung aus beeindruckenden Archiv-Aufnahmen (vor allem die Bilder des jungen King aus den 50er und 60er Jahren sind faszinierend), Gesprächen mit Weggefährten und Kollegen sowie Interviews mit dem Porträtierten selbst. Die Aufnahmen zeigen King an der Gitarre als großen Meister seines Fachs, dessen herausragende Fähigkeiten am Instrument immer noch faszinieren. Besonders imposant ist zudem die Riege der namhaften Gesprächspartner, die Brewer vor die Kamera bekommen konnte. Künstler wie Bill Cosby, Dr. John, Carlos Santana, Eric Clapton oder auch Bono kommen hier ausführlich zu Wort und schildern, wie B.B. King sie mit seiner Musik begeistert und beeinflusste. Sogar der amtierende US-Präsident Barack Obama tritt als Interviewpartner auf. Am sympathischsten und äußerst vergnüglich sind jedoch die Unterhaltungen mit King selbst gelungen, der trotz seines großen Erfolges und der immensen Wirkung seiner Kunst, bodenständig und geerdet geblieben ist.

Brewer läuft aber Gefahr, B.B. King hier nicht ausreichend kritisch zu würdigen und darzustellen. Zum einen ermüden die überzogenen Lobeshymnen und Beweihräucherungen der Künstler-Kollegen auf Dauer, zum anderen geht der Film zu wenig auf die Misserfolge und Tiefen in der großen, langen Karriere von King ein. Auch spielt Kings Privatleben in "The Life of Riley" kaum eine Rolle, so erfährt der Zuschauer z.B. nichts von Kings 15 Kindern (von denen zumindest einige wenige zu Wort hätten kommen können, wenn nicht sogar müssen) und seinen zahlreichen Affären. "The Life of Riley" wirkt am Ende mehr wie eine überschwängliche Laudatio auf den Künstler B.B. King, denn wie eine kritische, jegliche Seiten und Karriere-Phasen des Künstlers beleuchtende Doku. Eine überschwängliche Laudatio zwar, aber auch eine extrem ausführliche und unterhaltsame.

Fazit: Ausführlich und mit viel Leidenschaft für den Porträtierten schildert "The Life of Riley" das Leben und Wirken eines der wichtigsten Blues-Musiker aller Zeiten. Zwar hätte die Doku weitaus kritischer ausfallen und auch die Tiefpunkte in der Karriere beleuchten müssen, die ausgewogene Mischung aus Archiv-Aufnahmen und Interviews schafft es dennoch, den Zuschauer 120 Minuten für das Sujet zu begeistern.




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Land: Großbritannien
Jahr: 2012
Genre: Musik
Länge: 123 Minuten
Kinostart: 09.05.2013
Regie: Jon Brewer
Darsteller: Bonnie Raitt, Bruce Willis, Bono
Verleih: Arsenal

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