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96 Hours - Taken 3
96 Hours - Taken 3
© Universum Film © Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Kritik: 96 Hours - Taken 3 (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Zum dritten Mal nach 2008 und 2012 kämpft Liam Neeson alleine gegen eine ganze Übermacht an Schwerverbrechern. Nach dem Erfolg von "Taken 2", der weltweit knapp 380 Millionen Dollar einspielte, stand schnell fest, dass es eine weitere Fortsetzung des erfolgreichen Actionfilms geben würde. Beim dritten Teil führte erneut der Franzose Olivier Megaton ("Colombiana") Regie. Mit Forest Whitaker hat die Reihe erstmals einen namhaften Gegenspieler und ein anderes Schauspiel-Schwergewicht neben Neeson zu bieten. "Taken 3" kommt dank rasant geschnittener, impulsiver Action-Einlagen und eines immer noch bestens aufgelegten Hauptdarstellers besser weg als der enttäuschende zweite Teil, nach dem dritten Abenteuer zeigt die Reihe aber auch deutliche Abnutzungs- und Ermüdungserscheinungen
und bietet letztlich wenig Neues.

Auch wenn "Taken 3" nicht allzu viel Neues sondern das weitestgehend bekannte "Allein-gegen-alle"-Spiel aufzeigt, so ist es den Machern doch hoch anzurechnen, dass Bryan Mills sich hier nicht mehr nur auf die Suche nach einem Familienmitglied macht, sondern an gleich zwei Fronten kämpft: zum einen begibt er sich selbst auf die Suche nach den Tätern (den Mördern seiner Frau) und wird andererseits noch von erbitterten Cops gejagt. Das Ganze steht ganz in der Tradition von "Auf der Flucht", dem Action-Klassiker mit Harrison Ford von 1993. Dieser Film stand ziemlich sicher Pate für den hier vorliegenden dritten Teil der Reihe, gepaart mit den besten Momenten vom ersten "Taken"-Film.

Die besten Momente vom ersten Teil, d.h.: es gibt wieder rasant geschnittene, wilde und mitunter heftige Kampfeinlagen und Verfolgungsjagden und einen Hauptdarsteller, der erneut gekonnt den Alleinunterhalter gibt und trotz seiner mittlerweile 62 Jahre körperlich noch immer weitestgehend auf der Höhe ist, auch wenn er nach einem Schlag ins Gesicht nicht mehr ganz so fix und elegant aufstehen und nicht mehr ganz so schnell hinter den Verbrechern hinterher hasten kann wie es z.B. noch 2008 der Fall war. Alles in allem enttäuscht "Taken 3" nicht und macht den schwachen zweiten Teil weitestgehend vergessen, der nichts weiter als eine eins-zu-eins-Kopie vom Erstling war. Nach diesem dritten Teil sollte dann aber auch endgültig Schluss sein, denn ein viertes Mal möchte man Neeson eigentlich nicht mehr in der Rolle von Bryan Mills sehen, dafür sind alle möglichen Varianten und Entführungsmöglichkeiten bzw. Verbrechen nun durchkleniniert. Ein würdiger Abschluss.

Fazit: Flott inszenierter, actionreicher und unterhaltsamer dritter Film der Reihe, nach dem es nun aber auch gut sein sollte.




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