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Escobar - Paradise Lost
Escobar - Paradise Lost
© Alamode Film © Die FILMAgentinnen

Kritik: Escobar - Paradise Lost (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Für sein Regiedebüt hat sich der italienische Filmemacher Andrea Di Stefano von einer Anekdote um den realen Drogenbaron Pablo Escobar inspirieren lassen und diese zu einem romantischen Thriller verarbeitet. Dabei hält der Regisseur und Drehbuchautor größtenteils an den erprobten Konventionen des Genres fest, nichtsdestotrotz beweist er mit seinem Erstling Talent. Der Plot um den gutgläubigen Helden, der aus Liebe in ein lebensgefährliches Spiel um Macht und Geld gerät, ist natürlich keineswegs neu oder überraschend, Di Stefano versteht es jedoch, aus dem bekannten Stoff einen spannenden Unterhaltungsfilm zu schaffen.

Hauptdarsteller und ausführender Produzent Josh Hutcherson, der spätestens seit der "Die-Tribute-von Panem"Reihe zu Hollywoods vielversprechendsten Jungstars gehört, überzeugt als naiver Held und gewinnt seiner im Grunde reicht eindimensionalen Figur nicht bloß ungeahnte Facetten ab, sondern dient zudem als sympathische Identifikationsfigur. Während die Liebesgeschichte definitiv ein Schwachpunkt des Films ist und Claudia Traisac als Maria austauschbar bleibt, weiß die Beziehung zwischen Hutchersons Helden und dem eigentlichen Star des Films umso mehr zu faszinieren: Benicio Del Toro als Escobar ist unbestreitbar das charismatische Zentrum des Thrillers und stellt hier als skrupelloser und scheinbar allmächtiger Schurke sein schauspielerisches Können eindrucksvoll unter Beweis.

Die Actionszenen hingegen sind zwar ordentlich inszeniert, aber bieten genau wie die Settings nichts Originelles. So bleibt "Escobar" ein ambitioniertes und handwerklich solides Debüt, das vor allem dank Del Toros Performance gut zu unterhalten weiß. Alles in allem bleibt Di Stefanos Thriller allerdings ein Werk, das zwar neugierig auf weitere Arbeiten des Filmemachers macht, aber nach dem Anschauen schnell wieder vergessen ist.

Fazit: Der Thriller bietet zwar konventionelle, aber dennoch spannende Genrekost, die vor allem dank Benicio Del Toros charismatischem Auftritt zu überzeugen weiß. Ein Film der Spaß macht, aber nach dem Anschauen schnell wieder vergessen ist.




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