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Muppets Most Wanted
Muppets Most Wanted
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Kritik: Muppets Most Wanted (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

"Muppets Most Wanted" ist die Fortsetzung des 2011 erfolgreich gestarteten "Muppets"-Reboots. Der Comeback-Film spielte 2011 über 150 Millionen Dollar ein, weshalb die Macher schon wenige Monate nach dem Kinostart bereits die Arbeit an einer Fortsetzung aufnahmen. Die Regie übernahm hier erneut James Bobin, der auf seinen Hauptdarsteller aus Teil Eins, Jason Segel, hier nun verzichten muss. Dieser Umstand ist zu verschmerzen, da auch der zweite Muppets-Film nach dem großen Comeback vor allem wieder eins ist: mit Slapstick-Humor und derben Gags gespickte köstliche Unterhaltung, bei der - wieder einmal - die Gaststars für die besten Momente sorgen und somit einige Europa-Klischees und Längen im Film vergessen machen.

"Muppets Most Wanted" kommt als vergnüglicher, sich selbst nicht zu ernst nehmender Genre-Hybrid aus Musical, Gangsterfilm und Komödie daher. Das Ganze gepaart mit den typischen Versatzstücken eines klassischen Roadmovies und fertig ist das Anarcho-Potpourri aus hoher Slapstick-Dichte, viel Klamauk und rauen Gags. Zwar nehmen sich Kermit, Miss Piggy und Co. diesmal im Bezug auf die Härte und Schärfe der Witze ein wenig zurück, der ein oder andere harte Schenkelklopfer ist aber dennoch garantiert. Auch die Songdarbietungen und Musical-Einlagen stehen denen des ersten Films in nichts nach, sie sind farbenfroh, fröhlich und abwechslungsreich gestaltet.

Als weniger gelungen erweist sich hier das ausgiebige Spiel mit den Europaklischees. Viele der Sketche und Seitenhiebe auf die Bewohner des europäischen Festlandes kennt man aus Chevy Chases Familien-Komödie "Die schrillen Vier auf Achse". Und der Film stammt von 1983. Man sieht: einige ausgelutschte Klischees haben mittlerweile einen üppigen Vollbart, vor allem was die Frankreich-Gemeinplätze betrifft. Großartig gelungen sind hingegen die prächtig platzieren Star-Auftritte. Die hohe Star-Dichte sorgt für großartige Unterhaltung und so manch ein Promi überrascht mit der Art und Weise seines Auftrittes ganz gewaltig - egal ob Ray Liotta, Tom Hiddleston und Danny Trejo, die in einem russischen Strafgefangenenlager verharren müssen oder Salma Hayek und Christoph Waltz, die den Muppets bei ihrer Europa-Tour hilfsbereit unter die Arme greifen.

Fazit: Trotz der Vielzahl an nervigen Europa-Klischees ein prächtig unterhaltender Anarcho-Spaß mit tollen Gastauftritten und derben Gags.





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