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Verborgene Welten 3D - Die Höhlen der Toten
Verborgene Welten 3D - Die Höhlen der Toten
© KSM GmbH

Kritik: Verborgene Welten 3D - Die Höhlen der Toten (2013)


Die Maya sind als eines der hochentwickelsten indigenen Völker bis heute ein großes Rätsel der Menschheitsgeschichte, das längst nicht vollständig gelöst ist. Ein bis heute wenig bekannter Bestandteil der Maya-Kultur sind die sogenannten Cenoten, schlüsselförmige Kalksteinlöcher, die nicht nur als wichtige Lebensader für die Maya sondern auch als Eingangstor zur mystischen Welt von Xibalba dienten. Unter "Xibalba" verstanden die Maya das "Reich der Toten", ein labyrinthartiges, weit verzweigtes Unterwasserhöhlensystem und in der Maya-Mythologie der Ort, an dem jeder nach seinem Tod auf den Aufruf in den Himmel warten musste. Hier waren Menschenopfer nicht ungewöhnliches. Bis heute sind viele dieser Opfer in den Tiefen der Löcher konserviert. Gemeinsam mit einer Gruppe erfahrener Taucher begab sich der Filmemacher Norbert Vander auf Entdeckungsreise durch das ebenso atemberaubende wie hochgefährliche Höhlensystem. Herausgekommen ist ein spannender Doku-Film über einen lebensgefährlichen Unterwasser-Trip, der mit seinen prachtvollen Bildern dieser fast unbekannten Höhlenwelt beeindruckt. Der Film erhielt auf dem "International Film- & Video-Festival" in Los Angeles daher zu Recht das "Certificate for Creative Excellence".

Als Zuschauer begleitet man die Taucher von ihrem ersten Tauchgang an hautnah in diese eindrucksvolle Unterwasserwelt, die der Menschheit bislang zu weiten Teilen verborgen war. Alles beginnt an einem dreckigen Wasserloch mitten im Dschungel von Mexiko, das zugewachsen und kaum zu erkennen ist. Über dieses Loch – einer von unzähligen Eingängen zum Höhlensystem – gelangen die Forscher und Regisseur Vander in die Welt von Xibalba. Wenige Augenblicke nach dem Einstieg offenbart ein mächtiger Saal von atemberaubender Größe und Schönheit, welche kulturellen Schätze sich an diesem geheimnisvollen Ort befinden. Riesige, von der Decke hängende Tropfsteine verleihen dem Saal ein fast sakrales Antlitz. Die Bilder dieser ersten großen Entdeckung der Taucher sorgen dafür, dass man als Zuschauer bereits nach wenigen Minuten fasziniert ist vom größten Unterwasserhöhlen-system der Welt.

Und so ermöglichen die Tauchgänge ins "Reich der Toten" den Forschern Einblicke in eine längst vergangene Welt und Kultur. Reliquien der alten Opferstätten zeugen noch heute davon, welche zentrale Bedeutung diese Orte für die alten Maya und deren Glauben hatten. Zu sehen gibt es Reste von Menschenopfern, prähistorische Feuerstellen und urzeitliche Tierskelette, eingefangen in langen Einstellungen und hypnotisch anmutenden Bildern. Hinzu kommt, dass der Film mit seinen 90 Minuten Laufzeit eine geeignete Länge aufweist, um sich ausführlich mit dieser spektakulären Welt zu befassen, ohne dabei Längen oder dramaturgische Leerläufe entehen zu lassen.

Fazit: Spektakulärer Unterwasser-Trip zum gefährlichsten und größten Höhlensystem der Welt, eingefangen in atemberaubenden, hypnotischen Bildern.




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