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Frances Ha - Poster
Frances Ha - Poster
© MFA Film

Kritik: Frances Ha (2012)


Frances ist – im besten Sinne – einzigartig. Obwohl ihr Gang alles andere als grazil ist, ist sie Tänzerin, oftmals sagt sie wunderbare Dinge zur falschen Zeit. Sie treibt ihre Freunde in den Wahnsinn, leidet an chronischem Geldmangel und lässt sich zu irrwitzigen Aktionen hinreißen. Dabei hat Regisseur und Drehbuchautor Noah Baumbach mit seiner Titelfigur eine großartige Frauenfigur geschaffen, die fernab von Neurosen und Nervenzusammenbrüchen ihre Individualität lebt. Denn Frances hat zwar oftmals Schwierigkeiten aufgrund ihrer Persönlichkeit, aber sie rappelt sich auch immer wieder hoch. Dabei erinnert der in schwarzweiß gedrehte Independentfilm an den frühen Woody Allen – als er noch nicht Geschichten in europäischen Großstädten drehte, sondern sich den New Yorkern widmete.

„Frances Ha“ ist witzig, aufrichtig und völlig auf seine großartige Hauptdarstellerin Greta Gerwig zugeschnitten, die durch den Film tanzt, läuft und unglaublich viel Charme versprüht. In einer der vielen wunderbaren Szenen erzählt sie von ihrem großen Wunsch. Sie möchte sich einmal einem Menschen so nah fühlen, dass ein Blick reicht, um für einen kurzen Moment in eine eigene Welt einzutauchen. Hier zeigt Greta Gerwig die ganze Sehnsucht und Verletzlichkeit, aber auch Stärke der Figur – und lässt Frances so lebendig und authentisch erscheinen, dass sie einem unweigerlich ans Herz wächst.

Fazit: „Frances Ha“ ist ein hinreißender Independentfilm mit einer großartigen Greta Gerwig.





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