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Max Beckmann - Plakat
Max Beckmann - Plakat
© Piffl Medien

Kritik: Max Beckmann (2012)


Im Jahr 1932 begann Max Beckmann mit der Arbeit an dem ersten von zehn Triptychen, das er Jahre später unter dem Namen "Departure" vollendete. Es steht im Museum of Modern Arts in New York – und mit einer Aufnahme von Manhattan beginnt auch der sehenswerte Dokumentarfilm von Michael Trabitzsch, in dem er zusammen mit Mayen Beckmann, der Enkelin des Malers, von Max Beckmanns Leben und Wirken erzählt.

Bereits zu Beginn des Films wird das Erzählverfahren von Michael Trabitzsch deutlich: Er hinterlegt die Bilder von Manhattan mit vorgelesenen Auszügen von Briefen Max Beckmanns. Beständig greift er in seinem Film auf die Selbstzeugnisse Max Beckmanns zurück und verbindet Briefstellen mit historischen Aufnahmen. Dadurch schafft er ein Empfinden für die Zeit – und den Maler.

Eindrucksvoll vollzieht Michael Trabitzsch Max Beckmanns Leben und Werk vor allem anhand der Triptychen nach, die meistens von den jeweilige Museumskuratoren sowie den Beckmann-Experten Didier Ottinger, Reinhard Spieler und Uwe M. Schneede kommentiert werden. Dadurch überträgt sich deren Leidenschaft und Faszination für diesen Künstler auf den Zuschauer. Vor allem ist aber hervorzuheben, dass Michael Trabitzsch dem Zuschauer ausreichend Zeit lässt, die Bilder Beckmanns ohne Kommentar zu betrachten. Dadurch eröffnet sich die Möglichkeit für eigene Gedanken und Deutungen dieser vielschichtigen Werke – und zudem entwickelt sich durch die hinzugewonnenen Informationen das Sehen im Verlauf des Films. Somit ist Michael Trabitzsch zugleich ein Film über die Person als auch die Kunst Max Beckmann(s) gelungen – und das ist bemerkenswert.

Fazit: "Max Beckmann – Departure" ist ein gelungenes Künstlerporträt über einen der wichtigsten Maler des 20. Jahrhunderts. Informativ und unterhaltsam.





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