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Fünf Freunde 3
Fünf Freunde 3
© Constantin Film

Kritik: Fünf Freunde 3 (2013)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Die beiden Kinderfilme "Fünf Freunde" und "Fünf Freunde 2" nach der gleichnamigen Buchreihe von Enid Blyton lockten in den vergangenen beiden Jahren jeweils ein Milionenpublikum in die Kinos. Regisseur Mike Marzuk und seinem Team war es gelungen, aus der nicht nur sprachlich leicht verstaubten Vorlage den zeitlosen Abenteuergehalt herauszufiltern und aufzufrischen. Nun legen die Filmemacher und die jungen Hauptdarsteller noch einmal nach und zwar eine Nummer größer, mit mehr Action an exotischen Schauplätzen in Thailand.

Kaum sind sie auf der Ferieninsel angekommen, entdecken die Kinder auch schon ein versunkenes Schiff, ein Skelett, einen Piratenkompass und werden beim Tauchen von einem Hai verfolgt. Die Schatzsuche führt sie so malerisch wie aufregend durch eine Höhle und in den Dschungel, wo hochgiftige Schlangen und Insekten lauern. Ein kriminelles Pärchen mit einer Pistole verfolgt und bedroht sie und Julian gerät in Lebensgefahr, weil er nach einem Käferbiss dringend ein Gegengift von der anderen Seite der Schlucht braucht. Ohne Hund Timmy wären die Kinder aufgeschmissen. Bis zum Schluss der wendungsreichen Geschichte gibt es immer neue Herausforderungen zu meistern, inklusive einer Verfolgungsfahrt mit Tuk-Tuks. Das ist zwar alles spektakulär, aber der natürliche Charme der Charaktere kommt dabei zu kurz.

George und die anderen klappern routiniert die Stationen dieses Abenteuers ab, das oft recht dick aufgetragen wirkt und vom Erfahrungshorizont des Publikums weit entfernt ist. Die Protagonisten selbst erscheinen dabei ziemlich oberflächlich. Zwar dient Julians lebensgefährliche Vergiftung dazu, zwischendurch echtes Gefühlsdrama einzuflechten. Und Dick, der sich in Joe verliebt, bietet Anlass für witzige Szenen. Aber die tumben Slapsticknummern des Gangsterpärchens Nick und Cassi sind enttäuschend. Auch die Bürde, die der Figur der Joe aufgehalst wird, entpuppt sich als unglückliche Idee: Durch das Mädchen sollen die Kinder aus Deutschland die wirtschaftliche Problematik und soziale Not auf der Insel knapp und eindringlich vermittelt bekommen. Das Ganze gerät dann gleichzeitig simpel und kitschig und ruft wie auf Knopfdruck verständnisvolle Reaktionen hervor.

Es gibt diesmal also einiges am Film zu bemäkeln. Die junge Zielgruppe hätte auch mit weniger Action, dafür aber mit mehr Realitätsnähe erfreut werden können. Dennoch weiß sie vermutlich die spektakulären Schauwerte dieses ereignisreichen Abenteuers zu schätzen.

Fazit: Der dritte Film aus der "Fünf Freunde"-Reihe mit den von Enid Blyton geschaffenen Charakteren bietet Action pur vor exotischer Kulisse in Thailand, spult seine Geschichte aber allzu routiniert ab.





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