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Da muss Mann durch
Da muss Mann durch
© Warner Bros.

Kritik: Da muss Mann durch (2013)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Vor zweieinhalb Jahren sorgte die Romantic-Comedy "Man tut was Mann kann" von Marc Rothemund für volle Kinosäle (fast 800 000 Besucher) und viel Kritikerlob. Der Film zeichnete sich durch die sympathischen Protagonisten, die Vielzahl spaßiger Einfälle sowie eine nahezu klischeebefreite Story aus. Fast dieselbe Besetzung gibt sich nun auch in der Fortsetzung "Da muss Mann durch" die Ehre. Die Planungen für den Film begannen bereits kurz nach dem Ende der Dreharbeiten des ersten Teils. Fast alles jedoch, was beim Erstling gelang, geht hier jedoch schief. "Da muss Mann durch" ist extrem vorhersehbar, mit größtenteils unwitzigen Gags garniert und verärgert mit einer Reihe an unnötigen Klischees und Allgemeinplätzen.

Die Crème de la Crème der (in erster Linie männlichen) deutschen Schauspiel-Zunft begibt sich auch in der Fortsetzung des gelungenen Films "Man tut was Mann kann" auf amouröse Abenteuer. Jan Josef Liefers, Oliver Korittke, Fahri Yardim und natürlich Hauptdarsteller Wotan Wilke Möhring sind wieder vertreten und hätten ohne Frage ein besseres, vielseitigeres Drehbuch und weniger klischeeüberfrachtete Momente und Szenen verdient gehabt. Hinzu kommt, dass die Protagonisten mit ihren sexistischen Sprüchen, ihrem unreifen Verhalten und den peinlichen Versuchen, der Damenwelt zu beweisen, was für tolle Hechte sie doch sind, nerven. Allen voran Jan Josef Liefers als unverbesserlicher, sexbesessener Macho ist diesmal ein gewaltiger Störfaktor.

Als größtes Ärgernis gestalten sich jedoch die stereotypen, abgenutzten Story-Elemente, überraschungsarmen Wendungen und sonstigen Einfälle von Regisseur Thomas Lee, die darauf abzielen, die hohe Qualität des Vorgängers auch nur ansatzweise zu erreichen. Das reicht z.B. von den zotigen, zu klamaukig geratenen Tisch-Szenen, wenn Paul versucht, beim gemeinsamen Mittagessen mit Lenas Eltern diese von seinen Vorzügen zu überzeugen bis hin zum vorhersehbaren Verhalten spanischer Polizisten bei der Verkehrskontrolle. Und auch die typischen, allzu oft gesehenen Postkarten-Bilder und idyllischen Panorama-Ansichten des Handlungsortes, die auch einem Mallorca-Werbefilm entstammten könnten, hätte es nicht gebraucht.

Fazit: Klischeeüberfrachtete Rom-Com aus Deutschland mit nervigen Figuren und zotigen Gags.





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