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Kritik: Antboy (2013)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5 / 5

Die dänische Produktion ist das Spielfilm-Debüt des Regisseurs Ask Hasselbalch, das im vergangenen Jahr seine Premiere auf dem großen Toronto International Film Festival feierte. Dort begeisterte der Film gleichermaßen die Presse und das Publikum. Der Film, der nichts mit dem aus dem Marvel-Universum stammenden "Ant-man" zu tun hat, erweist sich tatsächlich als großer Spaß für Groß und Klein, der keine nennenswerten Schwächen aufweist. Während er sich in Sachen Handlung und Dramaturgie an das große Vorbild "Spider-Man" (2002) hält, überzeugt er dank seines ausgewogenen Mixes aus Action, Humor und hintersinniger Botschaft als einer der gelungenste Kinder- und Jugendfilme der letzten Monate.

"Antboy", der lose auf dem gleichnamigen Kinderbuch von Kenneth Bøgh Andersen beruht, orientiert sich von Beginn an sehr stark an der Superhelden-Saga "Spiderman" mit Tobey Maguire. Die Parallelen sind nicht zu übersehen: Die Hauptfigur ist eine verschüchterte, introvertierte Person, ein Einzelgänger, dazu ungemein intelligent und seit Jahren heimlich in dieselbe Person verliebt. In beiden Filmen ändert sich nach dem Biss der Spinne bzw. der Ameise das komplette Leben, die neu gewonnenen Superkräfte sorgen dafür, dass der Protagonist im Laufe der Zeit immer mehr zu sich selbst findet und an innerer Stärke und Selbstbewusstsein dazugewinnt. Nur ist es hier eben nicht die Oberstufe der Schule, an der die Ereignisse zu weiten Teilen angesiedelt sind, sondern eine der ersten Klassen. Und sind es hier nicht Onkel und Tante, bei denen der Held ein warmes, sicheres Zuhause sein eigen nennen kann, sondern die eigenen Eltern. Regisseur Hasselbalch verlagert geschickt das Umfeld von Pelle in eine kind- und jugendgerechte Welt.

Hinzu kommt, dass sich Pelle nicht nur perfekt als Identifikationsfigur eignet, er hat auch mit ganz normalen Problemen und Widrigkeiten zu kämpfen, die einem als Schulkind heutzutage eben widerfahren: Der Umgang mit den Klassenkameraden, das Behaupten im Klassenverbund, erstes Verlieben, Finden der eigenen Stärken und des richtigen Lebensweges. Dazu findet "Antboy" eine tadellose Mischung aus geschickt eingestreuten Action-Szenen (natürlich kindgerecht und nicht zu hektisch oder brutal), humorvollen Slapstick-Einlagen und einigen essentiellen, nicht zu pathetischen sondern geerdeten Botschaften, die der Film seinem Helden aber auch den jungen Zuschauern mit auf den Weg gibt: Glaube an deine Stärken und kämpfe für deine Träume!

Fazit: Fantasievoller Kinder- und Jugendfilm mit liebevoller Botschaft und einem tadellosen Mix aus Action, Witz und Hintersinnigkeit.





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