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Um jeden Preis
Um jeden Preis
© farbfilm verleih

Kritik: Um jeden Preis (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Während die Ausgangssituation noch ein typisches Beziehungsdrama verspricht, das vom Leiden eines Paares erzählt, dass keine Kinder bekommen kann, so schlägt Regisseur Anders Morgenthaler mit seinem Film doch schnell eigenwillige Pfade ein. Produziert unter anderem von Lars von Trier erweist sich "Um jeden Preis" als kunstvoll inszeniertes Psychogramm einer besessenen Frau, das auch vor krassen Effekten und rational schwer nachvollziehbaren Wendungen nicht zurückschreckt.

Im Mittelpunkt steht zweifellos Kim Basinger, die sich recht eindrucksvoll durch diesen düsteren Traum von einem Film schlägt. Ihr totes Baby begleitet die obsessive Frau in Form einer kleinen Fee und dürfte so manchem Zuschauer ebenso wie die ungewöhnliche Inszenierung Morgenthalers nur schwer zu verkaufen sein. Denn der dänische Filmemacher bebildert die Reise seiner Heldin mit unkonventionellen Aufnahmen, die Kadrage schneidet zum Beispiel mitten durch die Protagonisten oder verbannt sie während Dialogen ganz ins Off. Ebenso unberechenbar wechselt der Film bisweilen zwischen Genres und Tonarten, vom Seelendrama über ein schwarzhumoriges Roadmovie bis zum blutigen Thriller braucht es oft nur einen Szenenwechsel.

"Um jeden Preis" dürfte wohl für mindestens genauso viel Unverständnis wie Faszination beim Publikum sorgen, Morgenthalers rigorose Regie ist jedoch in jedem Fall bemerkenswert. Ebenso kann die Darstellerriege überzeugen, zu der neben Hollywoodstar Basinger unter anderem Peter Stormare, Jordan Prentice und Sebastian Schipper gehören.

Fazit: Anders Morgenthalers surreales Psychodrama überzeugt vor allem dank einer starken Hauptdarstellerin und einer unkonventionellen Inszenierung. Krasse Effekte und schwer nachvollziehbare Wendungen dürften einige Zuschauer allerdings vor den Kopf stoßen.





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