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Kritik: Dhoom 3 (2013)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

"Dhoom 3" ist der dritte Film um das ungleiche Ermittler-Duo Jai und Ali, das sich vor allem in ihrer indischen Heimat großer Beliebtheit erfreut. Dort zählen Teil eins (2004) und die Fortsetzung "Back in Action" (2006) zu den erfolgreichsten Filmen überhaupt, die zudem einen regelrechten Action-Boom auslösten. Die ersten beiden "Dhoom"-Filme boten flotte Action-Kost abseits der gewohnten zuckersüßen Bollywood-Schnulzen und begeisterten mit einer rasanten Inszenierung und einer gelackten Hochglanz-Optik. Nach ähnlichem Muster verfuhren die Macher nun auch bei Teil drei, der neben der gewohnten Action und atemberaubenden Visualität ein weiteres Ass parat hält: die imposanten Zaubertricks, die Film-Bösewicht Aamir Khan mit viel Pomp präsentiert. Wie schon die ersten Filme, bietet "Dhoom 3" aberwitzige Action-Unterhaltung die viel Freude macht – vorausgesetzt man nimmt das Geschehen auf der Leinwand nicht allzu ernst.

"Dhoom 3" zählt zu den teuersten indischen Filmproduktionen aller Zeiten. Und dies sieht man nahezu jeder Einstellung des Films an. Mehr noch als die beiden Vorgänger, besticht "Dhoom 3" mit einer perfekt gestylten Oberfläche, die ins Staunen versetzt und hinsichtlich der Optik jede Hollywood-Produktion weit hinter sich lässt. "Dhoom 3" ist voller prächtiger Edel-Bilder und –Einstellungen und kommt funkelnder Werbespot-Optik oft näher als der bekannten Bollywood-Bildsprache, die ohnehin schon großen Wert auf Farbenpracht, Kontraste und Glanz legt. "Dhoom 3" legt noch eine Schippe drauf. Als besonders gut gelungen erweisen sich hier die atemberaubenden Zaubertricks, egal ob sich diese in einem gewaltigen Riesenrad oder einer lodernden Feuersbrunst abspielen.

Auch die Action-Sequenzen sind wieder beeindruckend und extrem einfallsreich geraten. Die Highlights sind erneut die bereits aus dem ersten Teil bekannten Hochgeschwindigkeits-Verfolgungsjagden auf den Motorrädern, die imposant in Szene gesetzt sind und mit überraschenden Einfällen punkten. Die Story vom hochbegabten Zirkusjungen, der seine angeborenen Talente für illegale Zwecke einsetzt und nutzt, ist dabei nur zweitrangig und dient Regisseur Vijay Krishna Acharya nur als notwendiges Übel, um die großspurigen Action-Szenen und Tricks in eine (einigermaßen) nachvollziehbare und logische Handlung zu betten und sein Unterhaltungs-Feuerwerk zu zünden. Wer hier auf der Suche nach einer realistischen Handlung und Logik ist, sitzt definitiv im falschen Film. Lässt man sich hingegen auf diesen lauten, schrillen Spaß ein und hinterfragt weder die Story noch die handelnden Figuren, erlebt man mit "Dhoom 3" einen extrem unterhaltsamen Film – auch, wenn der rockige Soundtrack bisweilen schon gehörig auf die Nerven geht.

Fazit: Hirn aus, Augen auf – Schimmernde Hochglanz-Produktion in stylischen Edel-Bildern, mit spektakulären Action-Szenen und imposanten Zaubertricks angereichert.




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