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X-Men Apocalypse
X-Men Apocalypse
© 20th Century Fox

Kritik: X-Men Apocalypse (2016)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Mit "X-Men: Zukunft ist Vergangenheit" gelang Bryan Singer im Jahr 2014 vielleicht nicht der beste Film der "X-Men"-Reihe, aber sicherlich einer der Höhepunkte der Mutanten-Saga. Auf gekonnte Weise wurden hier schließlich nicht nur zwei unterschiedliche Zeitebenen sowie zwei namhafte Casts zusammengeführt, sondern auch alle Stärken der Serie ausgespielt: Mit Humor, Herz und sogar ein wenig Hirn erzählte "Zukunft ist Vergangenheit" noch einmal von gesellschaftlichen Außenseitern, schmerzhafter Diskriminierung und natürlich unglaublichen Superkräften.

"Apocalypse" steht nun ein wenig im Schatten des großartigen Vorgängers und muss sich an dessen Verdiensten messen lassen. Ein schlechter Film ist Singers vierter Beitrag zur maßgeblich von ihm geprägten "X-Men"-Reihe selbstverständlich nicht und bietet wieder einmal Unterhaltung auf hohem Niveau: Das Tempo ist rasant, die Effekte sind gut gemacht und die Schauspieler geben erneut alles. Doch diese Vorzüge möchten sich nicht so recht zu einem auf ganzer Linie überzeugenden Gesamtpaket zusammenfügen und besonders der Plot lässt stark zu wünschen übrig.

Nicht nur im direkten Vergleich mit dem Zeitreise-Twist des Vorgängers erweist sich die Story von "X-Men: Apocalypse" nämlich als ziemlich konventionelle Superheldenkost. Ein bunter Haufen von Helden kämpft gegen einen übermächtigen, ansonsten recht austauschbaren Bösewicht – viel mehr hat Singer im neunten Teil der Saga eigentlich nicht zu erzählen und vernachlässigt dabei sogar ein wenig das, was die Serie ausmacht: Die an sich interessanten Figuren, ihre Schicksale sowie ihre Menschlichkeit, die immer schon das emotionale Zentrum der "X-Men" ausmachte, kommen hier nämlich viel zu kurz. Im Heldengetümmel kommt niemand richtig zur Geltung und das Abenteuer verliert sich im Spektakel.

Fazit: Der neunte Teil der "X-Men"-Saga bietet erneut tolle Effekte, rasante Action sowie eine namhafte Besetzung. Leider fällt die konventionelle Story im Vergleich zum großartigen Vorgänger stark ab und bildet lediglich den Rahmen für ein buntes Spektakel, bei dem die Figuren und ihre Schicksale zu kurz kommen.




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