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Kritik: That Demon Within (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

"That Demon Within" ist ein brachialer Action-Kracher des Genre-Regisseurs Dante Lam. Der Film ist ein Action-Schnellzug, der sofort Fahrt aufnimmt und bis zum Schluss ein hohes Tempo hält. Doch das Sperrfeuer an Maschinenpistolenschüssen, splitterndem Glas und krachendem Stahl wird immer wieder von ruhigen Momenten unterbrochen. Fast meditativ wirken die Bilder, die Dave im Schwimmbad beim Tauchen zeigen, rätselhaft und surreal seine Visionen. "That Demon Within" verknüpft auf gelungene Weise äußere Action mit Daves inneren Konflikten, wodurch der Film immer mehr auch zu einem Psychothriller wird. Wirklich tiefgehende Psychologisierungen findet man allerdings keine. Aber das stört keineswegs, denn dies ist eine andere Art von Film: "That Demon Within" ist sehr stilisiert und extrem kinetisch. Er mutet fast wie die dunkle asiatische Version einer Mischung aus Michael Manns "Heat" (1995) und aus Nicolas Winding Refns "Drive" (2011) an.

Unter der äußeren Glätte verbergen sich tiefe Abgründe. Beide Elemente finden in den Dämonenmasken zusammen: Diese verbergen und enthüllen das Böse zugleich. Sie sind schön, kunstvoll und bedrohlich. Sie zeigen die dunkle Seele der auf einer Jahrtausende alten Kultur gründenden und zugleich hypermodernen Megacity Hongkong.

Fazit: Dante Lams "That Demon Within" verbindet rasante Action mit surrealen Träumen, ist hart und realistisch, glatt und stilisiert, tief und psychedelisch.




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