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Fascinating India
Fascinating India
© Die FILMAgentinnen © Busch Media Group GmbH & Co KG

Kritik: Fascinating India (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Regisseur Simon Busch und Kameramann Alexander Sass sind mehrere Monate durch Indien gereist, um das Land, die Bewohner, Kulturen und Religionen in all ihren Facetten einzufangen und dem Zuschauer näher zu bringen. Sie bereisten nicht nur die größten und bekanntesten Metropolen und erforschten Musik sowie Dichtung des Landes sondern waren auch bei spirituellen und religiösen Riten und Feierlichkeiten mit ihrer 3D-Kamera dabei. Höhepunkt ihrer Reise war das Kumbh Mela, das größte religiöse Fest der Welt, bei dem sich über 30 Millionen Pilger versammeln, um im Wasser der Ganges zu baden. Trotz all seiner Bilderpracht und der atemberaubenden Eindrücke vom Land, fragt man sich am Ende Filmes was das Ganze eigentlich soll. Daher erscheint "Fascinating India" als nicht viel mehr als ein Werbefilm, der oftmals lediglich die (bekannten) Touristenattraktionen und Highlights des Landes abfilmt. Aber er tut dies in beeindruckenden 3D-Bildern.

Auch wenn sich Sinn und Zweck dieser Doku letztlich nicht wirklich erschießen: nach Genuss des Films bekommt man in jedem Fall große Lust, Indien schnellstmöglich zu bereisen. So berauschend und prächtig sind die gestochen scharfen 3D-Bilder von der pompösen Architektur der indischen Tempelanlagen und den weiten, herrlichen Landstrichen und Landschaften. Spektakuläre Kamerafahrten durchkreuzen immer wieder die überfüllten Straßen der Millionenmetropolen und machen die pulsierende Ader dieser Großstädte für den Zuschauer deutlich. Freilich werden auch immer wieder altbekannte, bereits dutzendfach gesehene Attraktionen und Touristen-Highlights ins rechte Bild gerückt, wie etwa der Taj Mahal oder der prachtvolle Tempelbezirk von Ranakpur. Für Indien-Neulinge bietet der Film sicherlich einige spannende Eindrücke, für Indien-Kenner jedoch nicht allzu viel Neues.

"Fascinating India" ist eine mit Hochglanz-Bildern ausgestatte Reise-Doku, die sich immer wieder auch technischer Hilfsmittel bedient, um die Größe und den Bombast von Land und Leuten deutlich zu machen. So bedient sich der Film immer wieder des Zeitraffers um zu veranschaulichen, welche Menschenmassen und -ströme an den Anlagen, Sehenswürdigkeiten und religiösen Gedenkstätten Tag für Tag vorbeiströmen. Über jeden Zweifel erhaben sind jedoch die überwältigenden, emotionalen Bilder und Aufnahmen vom Kumbh Mela. Hierfür wurden extra neuartige Drohnenkameras entwickelt und eingesetzt, die das bunten Treiben hoch über dem Ganges einfangen.

Fazit: Mit atemberaubenden Hochglanz-Bildern ausgestatteter Indien-Werbefilm.





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