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Kritik: Legend (2015)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Die von Gewalt und Verbrechen geprägte Lebensgeschichte der Kray-Zwillinge faszinierte die Öffentlichkeit schon zu Lebzeiten der Gangster und so ist es nicht verwunderlich, dass der Stoff auch auf Filmemacher seit jeher eine große Anziehungskraft ausübt. Unter der Regie von Peter Medak entstand bereits 1990 mit "The Krays" ein erfolgreicher Thriller, zudem widmeten sich zahlreiche Dokumentarfilme den Brüdern und ihrer Bande. Nun versucht sich auch Regisseur und Drehbuchautor Brian Helgeland ("L.A. Confidential") an einer Verfilmung der Ereignisse.

Doch trotz der vielversprechenden Ausgangslage enttäuscht "Legend" in mehrfacher Hinsicht. Helgeland, der eigentlich bekannt ist für seine cleveren und vielschichtigen Drehbücher, scheint nicht so recht zu wissen, was er erzählen will, und kann auch inszenatorisch nicht überzeugen. In seinen besseren Momenten ist "Legend" ein solides, durch und durch konventionelles Gangsterdrama, wie man es schon häufig gesehen hat. Trotz gelungener Szenen macht der Thriller im Großen und Ganzen aber wenig her, zu umständlich und undynamisch erzählt Helgeland vom Fall seiner Protagonisten.

Selbst Tom Hardy in einer Doppelrolle als Reggie und Ronnie Kray kann den Film nicht retten. Hardy erweist sich zwar erneut als charismatischer Mime mit starker Leinwandpräsenz, aber mehr als eine vorhersehbare Leistungsschau bietet seine Performance nicht. Während sein Reggie seine Skrupellosigkeit hinter einer coolen Fassade versteckt, ist Ronnie ganz der unberechenbare Psychopath, der mit Gewaltausbrüchen schockiert. Subtil oder originell ist an Hardys effekthaschendem Auftritt leider überhaupt nichts, er bedient in erster Linie bekannte Klischees.

Fazit: "Legend" enttäuscht durch das schwache Drehbuch sowie eine durch und durch konventionelle Inszenierung. Selbst der charismatische Tom Hardy vermag den Film nicht zu retten, sein effekthaschender Auftritt bedient vor allem bekannte Gangster-Klischees.





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