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Die Große Versuchung - Lügen, bis der Arzt kommt
Die Große Versuchung - Lügen, bis der Arzt kommt
© Central Film © Wild Bunch

Kritik: Die Große Versuchung - Lügen, bis der Arzt kommt (2013)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

"Die große Versuchung" beruht auf dem frankokanadischen Werk "Die Große Verführung" von 2004. Regie führte damals Jean-François Pouliot, der mit dem Film u.a. den Publikumspreis beim renommierten Sundance-Festival gewinnen konnte. Die US-Version wurde von Don McKellar ("Die Stadt der Blinden ") inszeniert, der sich eines namhaften Casts bedienen konnte. Allen voran Frauenschwarm Taylor Kitsch soll die Zuschauer in die Kinos locken, der zuletzt mit "John Carter" und "Battleship" jedoch zwei katastrophale Kassen-Flops erleben musste. Die Rehabilitierung könnte ihm mit "Die große Versuchung" gelingen - die beschwingte, gut besetzte Komödie besticht mit grandiosen Ideen und locker-leichtem Witz, der für köstliche Kino-Unterhaltung sorgt.

Das Herzstück der charmanten Komödie, die dem Original in Sachen Humor und kauziger Figuren in nichts nachsteht, sind die einfallsreichen, für den Kino-Zuschauer ungemein spaßigen Aktionen, mit denen der Mediziner in den Ort gelockt werden soll. Den ein oder anderen Einfall kennt man ein wenig abgewandelt zwar schon aus dem frankokanadischen Original von vor zehn Jahren, dennoch sorgt eine beträchtliche Anzahl neuer "Lügereien" der Dorfbewohner für einen hohen Spaß- und Unterhaltungsfaktor: seien es die baufälligen, renovierungsbedürftigen Häuser, die kurzerhand als Weltkulturerbe deklariert werden, das im Dorf ganz plötzliche grassierende Cricket-Fieber, obwohl die meisten der Bewohner eher dem Eishockey zugetan sind oder die Tatsache, dass es im örtlichen Restaurant ausgerechnet und ganz zufällig das Lieblingsgericht von Dr. Lewis gibt.

Auch die Darsteller spielen glaubwürdig, deren Figuren kommen sind zu keinem Zeitpunkt überzeichnet oder überkandidelt daher. Besonders gelungen ist die Darstellungen von Brendon Gleeson als gewiefter Rädelsführer, der vor verrückten Ideen nur so sprudelt, und jene vom überraschend zurückhaltend agierenden Taylor Kitsch, dem hier problemlos die Wandlung vom gesichtslosen Action-Helden zum naiven Weichei gelingt. Zwar ist es auf Dauer wenig glaubwürdig, dass Dr. Lewis die ganzen Zufälle und merkwürdigen Vorkommnisse erst viel zu spät hinterfragt - dies stellt jedoch die einzige erwähnenswerte Schwäche der Wohlfühl-Komödie dar. Diesen negativen Aspekt gleichen allein schon die hübschen Landschafts-Bilder der kanadischen Atlantikküste aus.

Fazit: Beschwingte, locker-leichte Wohlfühl-Komödie mit witzigen Einfällen und einem gut harmonierendem Cast.





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