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Ab durch den Dschungel
Ab durch den Dschungel
© Splendid Film

Kritik: Ab durch den Dschungel (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Die südkoreanisch-mexikanische Produktion unter der Regie von Taedong Park ist ein turbulentes und farbenfrohes Animationsabenteuer. Ein tollpatschiger kleiner Nasenbär wird darin zum Helden, der die entführte Prinzessin seines Stammes retten will. Gleichzeitig führt er einen Kampf der Tiere gegen Holzfäller und Wilderer an, die ihren Lebensraum bedrohen. Die flotte Action ist mit viel kindgerechtem Slapstickhumor gewürzt.

Auf der Suche nach Prinzessin Sacha findet Manu im Dschungel die ungewöhnlichsten Gefährten: das vorlaute Äffchen Chuy, das sich für einen Ninjakämpfer hält, und einen schwarzen Panther, der anfangs noch sein Feind ist. Dieser sucht ebenfalls nach seiner entführten Freundin. Manu und Chuy werden aber auch von einem Stamm großer Affen gefangen genommen, die sie auf ihrer Kultstätte opfern wollen. Der flinke Manu aber entdeckt im Laufe der Geschichte seinen Mut und gewinnt Selbstsicherheit. Die Verfolgungs- und Fluchtsequenzen mit ihren Kletter-, Sprung- und Flugeinlagen bieten hübsche 3D-Motive. Das dynamische Abenteuer verbindet permanent Spannung mit Witz, etwa wenn der grimmige Panther im Fluss auf einen Holzstamm tritt, der sich als der Rücken eines Krokodils entpuppt.

Die Nasenbären sehen aus wie quietschbunte Stofftiere, wodurch die Action eine sehr verspielte Note erhält. Aber es kommen gelegentlich auch unheimliche Gestalten vor: Der braune Geistervogel aus der Unterwelt, den der Hohepriester der Affen an der Opferstätte herbeizaubert, gehört dazu, oder der böse Drachen, den der verrückte Forscher schuf. Ein wenig mexikanische Atmosphäre entsteht durch die Musik, die Latino-Akzente einiger Protagonisten, oder auch durch die Inkaruinen im Dschungel. Die Animationen im Urwald sind nicht nur sehr bunt, sondern auch aufwändig gestaltet. Es gibt schöne Licht- und Schattenspiele in den hohen Bäumen, auf die Manu klettert. Selbst die schwierige Animation des Elements Wasser überzeugt wiederholt. Insgesamt aber hätte der Film ein bisschen mehr Ruhe zwischendurch vertragen können. Weil meistens alles in Bewegung sein muss, wirkt die Handlung etwas hektisch und überladen. Dennoch kann man der Geschichte noch gut genug folgen, um sie zu genießen.

Fazit: Das farbenfrohe Animationsabenteuer von Regisseur Taedong Park schildert die Verwandlung eines tollpatschigen Nasenbären zum Helden des Dschungels. Die actionreiche und visuell ansprechend gestaltete Geschichte wirkt sehr dynamisch und ist mit kindgerechtem Witz gewürzt.




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