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Miss Bodyguard
Miss Bodyguard
© Warner Bros.

Kritik: Miss Bodyguard (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Regisseurin Anne Fletcher erwies sich in den letzten Jahren mit ihren Filmen als echter Garant für einträgliche Blockbuster-Komödien: Egal ob "27 Dresses" von 2008, die mit Sandra Bullock und Ryan Reynolds hochkarätig besetzte Komödie "Selbst ist die Braut" (2009) oder der Roadtrip-Spaß "Unterwegs mit Mum" aus dem Jahre 2012 - Fletcher zeigte stets ihr Talent für massentaugliche, locker-leichte Unterhaltung. Auf einen ebenso großen Kassenerfolg hofft sie nun mit ihrem neuen Film, den an Buddy-Komödien wie "Midnight Run" und "Taffe Mädels" erinnernden "Miss Bodyguard". Zum ersten Mal seit 2012 ist Oscar-Preisträgerin Reese Witherspoon hier wieder in einer Komödie zu sehen.

Anne Fletcher nimmt sich hier deutlich Filme wie die thematisch ähnlich angelegten "Midnight Run" mit Robert de Niro oder "16 Blocks" mit Bruce Willis zum Vorbild, schaut sich die besten Witze dieser Filme ab und verwurstet sie in ihrer zwar gut besetzten, aber darstellerisch doch enttäuschenden neuen Komödie. Auch ließ sich Fletcher deutlich von unvergessenen Buddy-Filmen der 80er wie "Lethal Weapon" und "Nur 48 Stunden" "inspirieren". Wobei diese "Inspiration" nichts anderes ist als ein lauwarmes, enttäuschendes Aufwärmen altbekannter, dutzendfach gesehenen Gags: von der plötzlichen Schrottung des Autos der beiden Damen auf der Flucht über das Vortäuschen einer homosexuellen Beziehung bis hin zu den durchaus nicht unspektakulären aber letztlich doch leidlich witzigen Verfolgungsjagden: alles schon da gewesen, nur weitaus witziger und überzeugender.

Dabei entstehen aber durchaus hier und da die ein oder anderen Situationen, die dem Zuschauer ein Lächeln abringen könnten. Dies ergibt sich aus der Tatsache, dass die beiden Frauen unterschiedlicher nicht sein könnten und daher auch ganz verschiedene Meinungen und Anschauungen zu Themen wie Kleidungsstil, Beziehung oder auch Auftreten vertreten: hier das vollbusige, groß gewachsene und temperamentvolle Superweib, dort die stock-steife, unbedarfte Gesetzeshüterin, die doch ehre maskuline Werte und Attribute vertritt. Aus dieser Konstellation ergeben sich tatsächlich eine Handvoll sympathisch-humorvoller Momente. Das war es dann aber leider auch schon an Positivem bei dieser doch reichlich unausgegorenen Mischung aus Zicken-Krieg, Buddy-Reminiszenz, Komödie und Roadtrip.

Fazit: Leidlich komische, nur selten wirklich überzeugende Roadtrip-Komödie, die lediglich altbekannte Witze unoriginell und ärgerlich unmotiviert recycelt.






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