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In the Name of the Son
In the Name of the Son
© Drop-Out Cinema eG

Kritik: In the Name of the Son (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Die Katholische Kirche steht immer wieder aufgrund von Skandalen um pädophile Priester unter Beschuss. Außerdem haben immer mehr Gläubige Probleme mit den oftmals antiquierten Anschauungen ihrer Kirche. Diese Kritik findet immer öfter auch in Filmen ihren Niederschlag. Gerade zeigte die kroatische Tragikomödie "(Es ist ein Fehler aufgetreten)" einen katholischen Priester, der zwecks Durchsetzung des göttlichen Vermehrungsgebots in seiner Gemeinde eigenhändig Kondome durchlöchert. Doch der aus Belgien stammende "In the Name of the Son" von Vincent Lannoo ("Vampires") ist eine ätzende Satire, gegen die sich "Gott verhüte!" noch sehr harmlos ausnimmt.

Vincent Lannoos Inszenierung ist so nüchtern - um nicht zu sagen spröde, dass man sich eher in einem kleinen Arthouse-Drama, als in einer surrealen Satire wähnt. Auf diese Art entfaltet "In the Name of the Son" sein volles subversives Potential. Selbst als die Handlung sich immer mehr zur Groteske entwickelt, bleibt inmitten des absurden Treibens der zurückhaltende Tonfall bewahrt. Der belgische Regisseur liebäugelt offen mit dem abseitigen Humor solcher Filme wie Monty Pythons "Der Sinn des Lebens" (1983) oder Jean-Luc Godards grotesker Gesellschaftssatire "Weekend" (1967). Da gibt es abstruse Szenen wie die, in der eine paramilitärische katholische Wehrsportgruppe auf Schießfiguren mit Osama-Bin-Laden-Bild ballert. Das bedeutet jedoch nicht, dass "In the Name of the Son" ein ähnliches qualitatives Niveau wie die großen Vorbilder erreicht. Und aufgrund seiner Sprödigkeit vermag der Film leider auch nicht wirklich zu fesseln.

Fazit: Diese groteske Kritik an der Katholischen Kirche macht richtig Spaß. Leider drosselt die Sprödigkeit der Inszenierung häufiger sehr das Tempo.




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