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Kritik: The Nice Guys (2016)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Wer sich auch nur ein bisschen für Buddy-Movies interessiert, wird wohl früher oder später einmal auf den Namen Shane Black stoßen. Denn Black schrieb Ende der 1980er nicht bloß das Drehbuch zu "Lethal Weapon" und damit eine Blaupause für das Actionkino der 90er Jahre, mit seinem Regiedebüt "Kiss Kiss, Bang Bang" (2005) gelang es dem Filmemacher zudem, dem Buddy-Film zu einem neuen künstlerischen Höhepunkt zu verhelfen.

"The Nice Guys" schließt nun an dieses Erfolgsrezept an und lässt Black erneut seine bekannten Stärken unter Beweis stellen: Ein clever konstruiertes Drehbuch, das die Eigenheiten des Genres bestens kennt, führt stilsicher durch diese rasante Krimikomödie. Hochkomische Absurditäten und ernsthafte Momente schließen sich dabei nicht aus, sondern finden zu einem ganz eigenen Tonfall. Im direkten Vergleich mit dem Vorgänger "Kiss Kiss, Bang Bang" entpuppt sich "The Nice Guys" trotz zahlreicher Parallelen allerdings als das leichtfüßigere und ein wenig witzigere Werk.

Neben dem gelungenen Plot, der manchmal ein wenig hastig entwickelt wird, sowie den pointierten Dialogen wissen vor allem die Schauspieler zu überzeugen: Ryan Gosling und Russel Crowe sind perfekt besetzt und werden von starken Nebendarstellern unterstützt. Besonders die junge Angourie Rice sticht hierbei hervor und stiehlt ihren erfahrenen Kollegen so manche Szene.

Neben den menschlichen Stars gibt es in einer weiteren Hauptrolle noch das Los Angeles der 1970er Jahre zu bewundern: Die von zahlreichen Nebenfiguren bevölkerte Stadt, die durch ein wunderbares Setdesign zum Leben erweckt wird, bietet auf ebenso unaufdringliche wie unverzichtbare Weise den Hintergrund dieser Groteske. Dank diesem einzigartigen Flair lässt sich auch verschmerzen, dass Black dem Buddy-Film mit "The Nice Guys" nichts wirklich Originelles hinzufügen kann und seine alte Formel lediglich ein weiteres Mal perfektioniert.

Fazit: Nach "Kiss Kiss, Bang Bang" perfektioniert Buddy-Film-Veteran Shane Black sein Erfolgsrezept ein weiteres Mal. Ein cleveres Drehbuch, pointierte Dialoge sowie großartige Darsteller machen diese Krimikomödie zu einem hochkomischen Vergnügen und lassen dabei fast vergessen, dass "The Nice Guys" im Grunde kein sonderlich origineller Film ist.




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