VG-Wort
Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
Maze Runner - Die Auserwählten in der Brandwüste
Maze Runner - Die Auserwählten in der Brandwüste
© Paramount Pictures Germany

Kritik: Maze Runner - Die Auserwählten in der Brandwüste (2015)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 5 / 5

Der zweite Teil der "Maze-Runner"-Serie beginnt wie ein Alptraum, ein Sturz in einen dunklen Abgrund. Auch wer den Vorgängerfilm gesehen hat, wird sich ebenso wie die jungen Protagonisten orientierungslos und überfordert fühlen in diesem Spiel, dessen Regeln lange Zeit undurchschaubar bleiben sollen. Klar ist lediglich, dass in dieser Zukunftsvision so einiges nicht mit rechten Dingen zugeht, es herrscht von Beginn an eine bedrohliche Atmosphäre, die sich immer weiter zuspitzen wird.

Die Handlung an sich ist dabei bis auf das Nötigste reduziert, was im Vergleich mit der etwas wirren und überladenen Romanvorlage durchaus ein Vorteil ist. Die Liebesgeschichte tritt etwa vollkommen in den Hintergrund und macht Platz für eine ganze Reihe von packenden Action-Sequenzen. In diesen Szenen zeigt Regisseur Wes Ball sein ganzes Können und inszeniert sowohl atemlose Zombie-Jagden, Feuergefechte mit Soldaten als auch nervenaufreibende Kletterpartien mit Bravour.

Die Gefühlswelten von Teenagern mit dystopischen Zukunftsszenerien und post-apokalyptischer Bildgewalt kurzzuschließen ist selbstverständlich nicht sonderlich originell und auch sonst erfindet "Maze Runner – Die Auserwählten in der Brandwüste" das Rad nicht neu. Das lässt sich dem Film allerdings nur schwer vorwerfen, so gekonnt und stimmig versteht es Wes Ball, sich durch die vergangenen Jahrzehnte Filmgeschichte zu sampeln und zugleich Horror, Sci-Fi und Drama zu einem ganz eigenen Mix zusammenzuführen.

Dass die Produktion mehr bietet als nur die Summe der einzelnen Teilen, verdankt sie hierbei unter anderem dem gelungenen, an Schauwerten reichen Set-Design, das eine ganze Welt entstehen lässt, die nach und nach entdeckt wird. Zum anderen sind es die Schauspieler, die dem zweiten "Maze Runner" Substanz und emotionalen Tiefgang verleihen: Neben Patricia Clarkson sowie Lilli Taylor in Nebenrollen können besonders Dylan O'Brien und Kaya Scodelario überzeugen.

Fazit: Wes Ball schließt auch im zweiten Teil der "Maze-Runner"-Reihe wieder gekonnt die Gefühlswelten von Teenagern mit einer dystopischen Zukunftsvision kurz. Überzeugende Darsteller, ein starkes Set-Design sowie packend inszenierte Action-Sequenzen sorgen für beste Unterhaltung.




Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.