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Kritik: Ein Mann wird gejagt (1966)


"The Chase" (so der Originaltitel) hat die zweifelhafte Ehre eines Eintrags in dem Buch "Fiasko - Eine Geschichte von Hollywood´s Kult-Flops" aus dem Jahr 2006 erfahren. In der Tat war die Prestige-Produktion von Columbia Pictures und Regisseur Arthur Penn (dessen nächster Film "Bonnie und Clyde" ein Jahr darauf ein Mega-Hit werden sollte) an den Kinokassen grandios untergegangen. Zu Unrecht. Vielleicht mutete der Film aber auch den Zuschauern zu viel Ungeschminktes zu (und verzichtete vor allem auf ein Zuckerguss-Happy End): Es geht um Rassismus, sexuelle Revolution (viele Charaktere haben Affären), Korruption (die Stadt wird vom Öl- und Rinderbaron E.G. Marshall beherrscht) und Selbstjustiz. Penn sprach im Nachhinein schlecht über sein eigenes Werk - verbittert, dass ihm der Final Cut vom Filmstudio verwehrt wurde. Aber die spannende Geschichte, die auf einem Roman von 1952 basiert, der dann auch als Theaterstück adaptiert wurde, und vor allem die superben schauspielerischen Leistungen von Brando (der sich in einer Szene als wahrer Method Actor wirklich zusammenschlagen ließ) und aufstrebenden Talenten wie Redford, Jane Fonda und Robert Duvall machen diesen Film auch über seine bittere moralische Gesellschaftskritik hinaus sehenswert. Bond-Komponist John Barry steuerte hier seine erste Arbeit für einen Hollywood-Film bei.





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