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Käpt'n Säbelzahn und der Schatz von Lama Rama
Käpt'n Säbelzahn und der Schatz von Lama Rama
© 24 Bilder © polyband

Kritik: Käpt'n Säbelzahn und der Schatz von Lama Rama (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Pate für den Film stand die in Norwegen ungemein populäre Figur des Kapitän Säbelzahn, die Ende der 80er-Jahre von dem norwegischen Autor Terje Formoe erfunden wurde. Mittlerweile existieren Fernseh-Serien, Bücher und auch PC-Games rund um die Ozean-Abenteuer des Piraten und des Waisenjungen Pinky. "Käpt'n Säbelzahn und der Schatz von Lama Rama" ist die Realverfilmung des gleichnamigen Trickfilms von 2003. In Norwegen legte das Werk im vergangenen Jahr einen sehr erfolgreichen Start hin: kein anderer Film spielte in seiner ersten Woche mehr ein als das kindgerechte Piratenabenteuer. Beste Voraussetzungen, um nun auch in anderen Teilen Europas abenteuerlustige Kids in die Kinos zu locken.

Das große Kunststück des Films ist es, dass er ohne besonders viele CGI-Effekte und üppigen Animation-Bombast auskommt und trotzdem glaubwürdig und packend in die große, weite Welt der Piraten entführt. Die beiden Regisseure Die Regisseure John Andreas Andersen und Lisa Marie Gamlem gingen mit viel Liebe zum Detail ans Werk und sorgen mit den realitätsnahen Kulissen und der lebensechten Ausstattung - von der verdreckten Kluft der Piraten über das prachtvolle Schiff "The Dark Lady" bis hin zu kleineren Details wie Waffen oder Gebrauchsgegenstände - für viele "echte" optische Schauwerte, die nicht aus dem Computer stammen. Insofern kommt der Film ohne den gewaltigen Reizüberflutungs-CGI-Pomp von thematisch ähnlich angelegten Filmen wie der "Fluch der Karibik"-Reihe aus.

Desweitern sind die Figuren bzw. deren Persönlichkeiten liebevoll gestaltet, äußerst humorvoll gezeichnet und immer wieder auch skurril angelegt. Im Zentrum des Abenteuers stehen eindeutig der (aufgrund seiner Größe und bleichen Hautfarbe) ebenso geheimnisvolle wie charismatische Kapitän Säbelzahn und der herzensgute Waisenjunge Pinky, der sich als Identifikationsfigur für die Jüngsten perfekt eignet. Der Film soll vor allem diese Zielgruppe ansprechen, weshalb die Action und die Spannungs-Elemente auch wohl dosiert und nur gezielt eingesetzt werden. Was nicht heißt, dass es an rasanten, mitreißenden Szenen und Momenten mangelt, wofür der großartig choreografierte Degenkampf am Ende (klassisch im Stil alter Mantel- und Degenfilme konzipiert), der unermüdliche Kampf gegen die stürmische See oder die Gefahren des Dschungels stehen. Der Film ist daher auch für Erwachsene nicht uninteressant, auch wenn einige ein wenig sehr albern geratene Scherze (Stichwort: Furz-Kalauer) nicht immer voll zünden. Die Kleinsten wird aber auch das nur wenig stören, dafür ist der Film, sind seine Kulissen und Figuren, schlicht zu aufwendig und sympathisch kreiert und geschaffen. Ein flottes Abenteuer für junge Piraten-Fans und Schatzsuch-Freunde.

Fazit: Gelungene "Fluch der Karbik"-Variante für die Sechs- bis Zwölfjährigen, mit authentischen Kulissen, optischer Finesse und grotesk-schrulligen Figuren.




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