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Das Glück an meiner Seite
Das Glück an meiner Seite
© Koch Media

Kritik: Das Glück an meiner Seite (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Basierend auf dem Roman "You're Not You" der Schriftstellerin Michelle Wildgen inszeniert Regisseur George C. Wolfe diese Geschichte um eine schwerkranke Frau und ihre Pflegerin. Wer bei dieser Ausgangssituation an die französische Erfolgskomödie "Ziemlich beste Freunde" (2011) denken muss, liegt nicht vollkommen falsch, doch Wolfe betont eindeutig die tragischen Aspekte seines Films mehr als dessen humorvolle Seite. Davon abgesehen scheint sich "Das Glück an meiner Seite" aber ganz an der erprobten Erfolgsformel zu orientieren und bietet wenig Überraschendes.

Zu Beginn werden in Parallelmontagen die vollkommen unterschiedlichen Heldinnen vorgestellt: Auf der einen Seite ist die eher konservative Kate, die in einem modernen Hochglanzidyll lebt, das so übertrieben strahlt und scheint, dass sofort klar wird, dass dieses Glück nicht von Dauer sein kann. In Becs Leben hingegen herrscht das Chaos, die junge Frau lebt in einer zugemüllten WG, erwacht jeden Morgen neben einem anderen Mann und scheint nicht so recht zu wissen, was sie mit ihrem Leben anfangen soll. So plakativ diese Einführung ist, als so unglaubwürdig erweisen sich auch die Figuren in den ersten Szenen. Warum eine todkranke Frau ausgerechnet eine respekt- und orientierungslose Pflegerin einstellen sollte, bleibt vollkommen rätselhaft und so lässt der Film einfach wie aus dem Nichts eine Freundschaft entstehen.

Sind die behaupteten Gegensätze zwischen den Protagonistinnen erst einmal überwunden, entwickelt sich "Das Glück an meiner Seite" nach und nach zu einem ganz passablem Drama. Die Figurenzeichnung wird ein wenig subtiler und vor allem dank der darstellerischen Leistungen von Hilary Swank und Emmy Rossum unterhält der Film recht ordentlich. Über die flachen Nebenfiguren oder dramaturgische Klischees wie die obligatorische ausgelassene Fahrt mit dem Rollstuhl können die zwei Hauptdarstellerinnen allerdings nie ganz hinwegtrösten und vor allem Swanks Performance droht immer wieder in Kitsch und unfreiwillige Komik abzudriften. Vor allem das Finale suhlt sich geradezu in der eigenen Rührseligkeit und inszeniert Swanks Dahinsiechen allzu manipulativ.

Fazit: Die formelhafte Geschichte bietet keinerlei Überraschungen und setzt zu sehr auf plakative Effekte. Selbst die engagierten Hauptdarstellerinnen können über die schwache Inszenierung nicht hinwegtäuschen.





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