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Let Us Prey
Let Us Prey
© Drop-Out Cinema eG

Kritik: Let Us Prey (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Dem irischen Filmemacher Brian O'Malley gelingt in seinem Debütfilm "Let Us Prey" das Kunststück mit geringen Mitteln eine große Wirkung zu entfalten. Die Handlung spielt fast ausschließlich in der klaustrophobischen Enge der abgelegenen Polizeistation. Die bedrückende Stimmung wird zusätzlich dadurch verstärkt, dass es die ganze Zeit über Nacht ist. Draußen herrscht völlige Finsternis und auch innen dominieren tiefschwarze Schatten. Diese visuelle Gestaltung trägt dazu bei, dass die Stimmung in dieser Polizeistation viel von einem Film noir hat. Dieses Noir-Flair wird im Verlaufe der Handlung zusehends von einer Atmosphäre des übernatürlichen Horrors überlagert.

In der Gegenwart regiert immer stärker ein diabolischer Einfluss. Zugleich werden diverse düstere Kapitel im Leben der anwesenden Personen beleuchtet. So verbinden sich auf gelungene Weise Elemente des Horror-Thrillers mit der Entschlüsselung von Verbrechen, wie sie für einen Crime-Thriller typisch sind. Deshalb kann man sagen, dass es sich bei "Let Us Prey" um einen kleinen Bruder im Geiste von Alan Parkers meisterlichen Horror-Noir "Angel Heart" (1987) handelt. Doch ist "Let Us Prey" trotz seiner Stilisierung kein kunstvoller Thriller, sondern ein kleiner dreckiger Schocker.

Zwar ist der Handlungsverlauf in seinen groben Zügen schnell absehbar. Aber zu sehen, mit welcher Wucht sich der völlig entfesselte Wahnsinn am Ende seine Bahn bricht, ist reine Genrefilmfreude. Das große Finale verdeutlicht auch, dass "Let Us Prey" in einer rein filmischen Parallelwelt angesiedelt ist. Da ist es überflüssig auf die zahlreichen Unglaubwürdigkeiten hinzuweisen. Das Ergebnis ist ein fieser filmischer Faustschlag in die Magengrube, der sich definitiv zur dunklen Seite der Macht bekennt

Fazit: "Let Us Prey" ist ein kleiner gemeiner übersinnlicher Horrorfilm mit einem kräftigen Noir-Anstrich, der äußerst brutal und zugleich sehr unterhaltsam ist.




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