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Kritik: Misfits (2015)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Drei Jugendliche hat Jannik Splidsboel insgesamt zwei Jahre lang in ihrem Alltag begleitet. Jeden Tag müssen sich Larissa, Benny und D mit Diskriminierungen und Fragen auseinandersetzen, die ständigen Angriffe und Verteidigungen haben bei allen Spuren hinterlassen, denen Splidsboel in seinem Film nachspürt.

Nachdem Larissa ihrer Mutter gesagt hat, dass sie lesbisch ist, kam es zu ständigen Streigkeiten mit ihr und ihrem Stiefvater. Sie begann, die Schule zu schwänzen und sammelt schließlich zu viele Fehlzeiten an, um einen Abschluss zu bekommen. Nun wohnt sie mit ihrer Freundin zusammen, besucht eine andere Schule und hofft auf einen Abschluss.

Der pansexuelle D hat eine sehr harte Zeit hinter sich. Lange Jahre wurde er missbraucht, dann hat ihn seine Mutter eines Tages im Alter von 13 Jahren einfach zu seinem leiblichen Vater gebracht, den er bis dahin nicht kannte. Fortan ging es D besser, sein Vater kümmert sich um ihn, außerdem hat er mit der sexuellen Orientierung seines Sohns keine Schwierigkeiten. Nun hofft D auf einen Job, damit er sich ein eigenes Leben aufbauen kann. Aber für ihn ist es schon schwierig, ein Fahrrad zu bekommen.

Der homosexuelle Benny lebt bei seiner Familie, doch anfangs hatten insbesondere sein Bruder und Vater Schwierigkeiten mit seinem Coming Out und haben ihn deshalb auch verspottet. Mittlerweile – so gesteht es Bennys Bruder unter Tränen – schämt er sich sehr, dass er damals seinen Bruder verteufeln wollte, weil er homosexuell ist. Diese Sequenz kommt früh in dem Film und sie zeigt eindringlich die Atmosphäre, in der Larissa, Benny und D leben. Dabei liefert "Misfits" mit Interviews, gefilmten Gesprächen und natürlichen Bildern einen unspektakulären und interessanten Einblick in das Leben dieser Teenager und ihre alltäglichen Kämpfe, die sie in einer Zeit ausfechten müssen, in der man eigentlich seine Sexualität gerade erst entdeckt. Diese drei Jugendlichen müssen sich jedoch jeden Tag dafür verteidigen – in ihren Familien, in der Schule und vor ihren Freunden.

Fazit: "Misfits" ist eine solide Dokumentation über das Leben dreier Teenager im texanischen ‚bible belt’





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