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Antonio, ihm schmeckt es nicht!
Antonio, ihm schmeckt es nicht!
© 20th Century Fox

Kritik: Antonio, ihm schmeckt es nicht! (2016)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 1 / 5

Nach der erfolgreichen Verfilmung von Jan Weilers Bestseller "Maria, ihm schmeckt's nicht" findet nun auch der Nachfolgeroman "Antonio im Wunderland" seinen Weg auf die große Leinwand. Für das Kino wurde Weilers Komödie allerdings in "Antonio, ihm schmeckt's nicht" umbenannt – ein Titel, der das Publikum zwar sofort an Neele Vollmars ("Rico, Oskar und die Tieferschatten", 2014) solide Verfilmung aus dem Jahre 2009 denken lasst, aber ansonsten vollkommen sinnlos ist.

Als ähnlich schlecht durchdacht erweist sich die gesamte Produktion, die den miesen Ruf der deutschen Komödie wohl ein weiteres Mal zementieren dürfte. Unter der Regie von Sven Unterwaldt ("7 Zwerge – Männer allein im Wald") entfaltet sich hier eine ebenso lust- wie substanzlose Nummernrevue, die weder ihre Figuren noch die Zuschauer ernst nehmen will. Selbst dem eigentlich passend besetzten Hauptdarsteller Christian Ulmen scheint zur flachen Figurenzeichnung und dem öde dahinplätschernden Plot nicht mehr einzufallen, als sich hilflos in die immer gleichen Gesichtsausdrücke zu flüchten.

Der größte Schwachpunkt in "Antonio, ihm schmeckt's nicht" ist allerdings weder die vorhersehbare Handlung, noch die altbackenen Witzeleien. Es ist Alessandro Bressanello, der hier den im ersten Teil von Lino Banfi verkörperten Antonio spielt und dabei auf schmerzhafte Weise scheitert: Die im Vorgänger durchaus vorhandene Chemie zwischen Ulmen und Banfi weicht im Sequel Bressanellos ärgerlichem Overacting, das aus der Figur Antonio ein leider ziemlich unlustige Witzfigur macht.

Fazit: Die Fortsetzung zu "Maria, ihm schmeckt's nicht" erweist sich leider als totaler Reinfall und kann die Stärken des soliden Vorgängers nicht weiterentwickeln. Die Handlung bleibt stets vorhersehbar, die Witze sind altbacken und vor allem die beiden Hauptdarsteller scheitern – Christian Ulmen wirkt hilflos und flüchtet sich in die immer gleichen Gesichtsausdrücke, während sein Gegenspieler Alessandro Bressanello in ärgerliches Overacting verfällt.




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