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Wie Männer über Frauen reden
Wie Männer über Frauen reden
© NFP marketing & distribution © Warner Bros.

Kritik: Wie Männer über Frauen reden (2015)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Wie kein anderes Genre scheint die Romantic Comedy das deutsche Kino zu beherrschen und produziert mit unerbittlicher Beharrlichkeit immer weiter Geschichten um Männer und Frauen, die sich näherkommen. Wirklich originell ist das selten und wird zudem meist mit den üblichen Verdächtigen besetzt. In "Wie Männer über Frauen reden" ist das trotz des austauschbaren Titels zumindest ein wenig anders: Statt Schweiger und Steighöfer gibt es hier zur Abwechslung einmal Oliver Korittke, Barnaby Metschurat sowie Frederick Lau zu bewundern und überhaupt scheint sich der von Henrik Regel inszenierte und von seinem Bruder Carsten geschrieben Film ganz bewusst vom Gros deutscher Beziehungsfilme abgrenzen zu wollen – der Look ist kantiger und zugleich hipper, der Ton ein bisschen rauer.

Dennoch gelingt es der relativ kleinen Produktion nicht vollkommen, sich von den bekannten Mainstreamfilmen zu lösen oder etwas wirklich Eigenständiges auf die Beine zu stellen. Denn einerseits finden sich auch in "Wie Männer über Frauen reden" jede Menge Klischees und Banalitäten, wie sie bei Schweiger nerven. Und zum anderen bieten selbst die Stärken, über die der Film der Regel-Brüder sicherlich verfügt, zu wenige Überraschungen: Die episodische Struktur, die offenherzigen Dialoge und der Verzicht auf allzu naheliegende Pointen zugunsten glaubhafter Figuren finden sich so spätestens seit "Sex and the City" nicht nur in zahlreichen TV-Serien, sondern sind mittlerweile auch im US-Kino keine Seltenheit. Man denke nur an den sich immer weiter verzweigenden Komödienkosmos eines Judd Apatows.

So bietet "Wie Männer über Frauen reden" letztlich zwar vielversprechende Ansätze und sympathische Darsteller, die Filmemacher scheinen aber nicht so recht zu wissen, was sie mit den Vorzügen ihrer Produktion anstellen sollen. Wer nicht allzu viel erwartet, kann mit der Beziehungskomödie gewiss seinen Spaß haben, aber es ist doch enttäuschend, das hier nicht mehr aus den Möglichkeiten gemacht wurde.

Fazit: Diese kleine Beziehungskomödie gibt sich etwas rauer und hipper als die zahlreichen Schweiger- und Steighöfer-Vehikel. Trotz sympathischer Darsteller sowie gelungener Ansätze gelingt es der Produktion jedoch nicht, ihre Vorzüge für sich zu nutzen. So verliert sich "Wie Männer über Frauen reden" letztlich doch in den gleichen Klischees und Banalitäten, die auch so manchen höher budgetierten Mainstreamfilm plagen.





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