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Die Legende der weißen Pferde
Die Legende der weißen Pferde
© Kinostar

Kritik: Die Legende der weißen Pferde (2015)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Lisa Mulcahy beginnt ihren Abenteuerfilm für ein junges Publikum mit einer äußerst dynamischen Szene. Die Heldin Mickey reitet auf ihrem Pferd einen Strand entlang, bis sie schließlich beim Versuch über ein Bootswrack zu springen verunglückt und sich ein Bein bricht. Somit ist nicht nur das Trauma dieses Films eingeführt, sondern es wird zugleich deutlich, was die Stärken dieser Produktion sind: nämlich weite, geschmackvoll fotografierte Landschaften und selbstverständlich die tierischen Darsteller.

Für Pferdefans ab acht Jahren dürfte "Die Legende der weißen Pferde" damit durchaus ansprechend wirken, auch wenn der Film nicht mehr als solide gemachte Durchschnittskost bietet. Die Geschichte entwickelt sich anhand von bekannten Koordinaten und setzt auf ein eingängiges Gut-Böse-Schema. Die Protagonistin ist mutig und ebenso schlag- wie tatkräftig, während ihre Gegenspieler gemein und hinterlistig sind. Wirklich bedrohlich wirken die Antagonisten dabei nicht, sie erweisen sich vielmehr als Karikaturen, über die man gerne lachen darf und denen so manches Missgeschick passiert.

Überhaupt scheint der Regisseurin daran gelegen, die bedrohliche Grundstimmung und gruselige Momente mit Humor aufzulockern. Die Witze sind dabei recht albern und lassen ebenso wie die Figurenzeichnung Tiefgang vermissen. Ein weiteres Manko ist der holprige Erzählrhythmus, der die Geschichte bisweilen zäh und dann wieder geradezu sprunghaft vorantreibt. Ein Fokus auf das Wesentliche hätte dem Film hier genau wie einige Kürzungen gutgetan, mit knapp 100 Minuten Laufzeit ist er für einen Kinderfilm nämlich doch recht lang geraten.

Fazit: Der solide inszenierte Abenteuerfilm bietet jungen Pferdefans gruselige Unterhaltung. Die unheimliche Stimmung wird dabei durch albernen Humor aufgelockert und wirkt dadurch nicht allzu bedrohlich. Leider bleiben die Figuren recht eindimensional und der Erzählrhythmus erweist sich als überaus holprig.




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