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Paranormal Activity: Ghost Dimension
Paranormal Activity: Ghost Dimension
© Paramount Pictures Germany

Kritik: Paranormal Activity: Ghost Dimension (2015)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

"Paranormal Activity 5: Ghost Dimension" ist der bereits fünfte Film der enorm erfolgreichen und vor allem bei Teenagern populären Found-Footage-Horror-Reihe. Nach dem guten Box-Office-Ergebnis von Teil vier aus dem Jahr 2012 (Einspielergebnis: 140 Millionen Dollar) stand schnell fest, dass es eine weitere Fortsetzung geben würde. Zwischen Teil vier und fünf entstand das wenig gelungene Spin-Off "Die Gezeichneten", das auch nicht zur offiziellen Reihe zählt. Die Regie bei "Ghost Dimension" übernahm Gregory Plotkin, für den es der erste Langfilm ist. Erfahrung mit der "Paranormal"-Reihe hat er aber bereits, da er an den ersten vier Filmen als Cutter beteiligt war. "Ghost Dimension" kostete rund fünf Millionen Dollar und kommt auch in einer 3D-Version in die Kinos.

Das Problem beim offiziell fünften Teil der paranormalen Filme ist eines, unter dem viele Franchise-Filme bzw. Reihen allgemein kränkeln, die einfach zu keinem Abschluss kommen. Das war bereits in den Achtzigern so mit der langlebigen "Police Academy"-Reihe oder auch im neuen Jahrtausend mit den "Saw"-Filmen. Altbewährtes wird lediglich in geringfügig abgeänderten Plots neu aufgewärmt und nur bedingt mit einschneidend Neuem und Spannendem angereichert. Zeichnete sich der Vorgänger noch durch zumindest eine Handvoll gelungener Einfälle, Ideen und wenig abgenutzter Elemente aus, so lässt sich das über "Ghost Dimension" leider nicht behaupten. Alles beginnt wie gewohnt und bereits dutzende Mal gesehen mit dem Umzug einer Familie in ein neues Heim.

Freilich dauert es nicht lange, bis vor allem die kleiner Tochter unter den übernatürlichen Heimsuchungen zu leiden hat und alles geht seinen gewohnten Gang. Der ein oder andere, durchaus gelungen platzierte Schockeffekt sitzt zwar und erfüllt seine Wirkung, z.B. wenn Ehefrau Emily von pfeilschnellen Schatten überrascht wird. Auch der Kniff mit der alten, überaus sperrigen Nostalgie-Kamera, die für das menschliche Auge nicht sichtbare unheilvolle Dinge erkennen kann, zeugt von Kreativität der Macher. Alles in allem aber bleibt ein fader Beigeschmack und der Film ist wenig mehr als ein Sammelsurium und "Best of" aus allen bisher produzierten "Paranormal Activity"-Filmen. Das ist zwar stellenweise durchaus nicht uninteressant und auch die schrillen Sounds und lauten Toneffekte sind bedrohlich, aber leider ist das auch alles ziemlich spannungsarm und langweilig.

Fazit: In bewährter "Paranormal"-Tradition abgespulter, lieblos aus den besten Momenten der anderen Filmen zusammengeschusterter offiziell fünfter Teil der Reihe, der lediglich ein paar wenige, echte Schockmomente und kaum kreative Einfälle aufbieten kann.





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