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Erich Mielke- Meister der Angst
Erich Mielke- Meister der Angst
© 24 Bilder © polyband

Kritik: Erich Mielke - Der Meister der Angst (2015)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Obwohl Erich Mielke als Leiter des Ministeriums für Staatssicherheit einer der prägenden Köpfe der DDR war, so bleibt er in der öffentlichen Wahrnehmung doch oft nur eine Randfigur. Die Filmemacher Jens Becker und Maarten van der Duin widmen dem umstrittenen Politiker nun einen ganzen Dokumentarfilm und geben Einblicke in das Privatleben und die berufliche Laufbahn Mielkes.

Dazu nutzen die beiden Regisseure eine konventionelle Mischung aus Talking-Head-Szenen, Kommentaren aus dem Off, Archivmaterial sowie nachgestellten Spielszenen. Besonders diese fiktionalisierten Reenactments nehmen dabei einen Großteil der Laufzeit ein und erweisen sich dabei zugleich auch als größte Schwäche der Produktion. Visuell reizlos und auf dem Niveau eines mittelmäßigen TV-Dramas inszenieren Becker und van der Duin Stationen aus Mielkes Leben nach und schaffen dabei eher einen trockenen Lehrfilm als eine in filmischer Hinsicht wertvolle Annäherung an den Protagonisten.

Der Informationsgehalt des Films und sein aufklärerischer Anspruch sind zwar lobenswert, aber die Form der dokumentarischen Aufbereitung ist allzu gediegen geraten, als dass sie ein Publikum ansprechen würde, das sich nicht schon von vorneherein für das Thema interessiert. Und selbst für diese Zuschauer bietet "Erich Mielke – Der Meister der Angst" zu wenige Erkenntnisse abseits klarer Fakten und ermüdet stattdessen mit massenweise Doku-Drama-Klischees.

Fazit: Das Doku-Drama ermöglicht zwar einige informative Einblicke in das Leben Mielkes, aber kann filmisch nicht überzeugen. Die klischeehafte und visuell reizlose Inszenierung machen aus der Produktion einen trockenen Lehrfilm, der letztlich nur wenige Erkenntnisse über die puren Fakten hinaus bietet.





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