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Kritik: Baskin (2015)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Can Evrenols Regiedebüt "Baskin" hat das Alleinstellungsmerkmal der erste türkische Horrorfilm zu sein, der jemals auf einem Fantasy Filmfestival gezeigt wurde. Das durchwachsene Ergebnis lässt daran zweifeln, dass dieser krude Horror-Fantasy-Mix der Vorbote einer neuen türkischen Horrorfilmwelle ist. Trotzdem ist "Baskin" nicht uninteressant und kommt jetzt regulär in unsere Kinos.

"Baskin" punktet durch seine unheilvolle surreale Atmosphäre. Sein kreativer Rückgriff auf diverse filmische Referenzen, ist Anfangs interessant: So arbeitet der Filmemacher Can Evrenol beispielsweise mit starken Farbfiltern, wie man sie aus den Filmen Mario Bavas und Dario Argentos her kennt und untermalt diese Bilder mit einem 80er-Jahre Syntie-Score, der entfernt an die atmosphärischen Kompositionen eines John Carpenters erinnert. Im Verlaufe des Films gerät die Handlung von "Baskin" jedoch immer stärker aus dem Ruder und auch die verwendeten Filmzitate wirken zunehmend beliebig. So weckt das finale Spektakel gar Erinnerungen an "Hellraiser", ohne jedoch auch nur ansatzweise die Tiefe von Clive Barkers Meisterwerk zu erreichen. Can Evrenol baut an dieser Stelle eine Erwartungshaltung auf, die er anschließend bitter enttäuscht.

"Baskin" ist eine launige Horror-Fantasy-Mischung, die theoretisch jedem Horrorfan gefallen sollte. Doch leider dämpfen die unübersehbaren skripttechnischen und inszenatorischen Schwächen, sehr deutlich den eigentlich positiven Gesamteindruck. Evrenol wirft einfach möglichst viele abstrusen Zutaten zusammen in einen Topf und verkocht das Ganze zu einem nur mäßig appetitlicher Froschsüppchen.

Fazit: "Baskin" ist ein düsterer Fantasy-Horrortrip in ein Höllenreich fern der Alltagsrealität, wo selbst die Handlungslogik jede Wirksamkeit verliert.





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