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Der Kleine Vampir
Der Kleine Vampir
© Universum Film

Kritik: Der Kleine Vampir (2017)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Hier handelt es sich um die erste animierte Verfilmung der berühmten Kindergeschichte von Angela Sommer-Bodenburg. 1979 erschien "Der kleine Vampir" erstmals in Buchform. Damit gelang der deutsch-amerikanischen Autorin und ehemaligen Grundschullehrerin, ein Welterfolg. Regie beim Remake führte Filmemacher und Produzent Richard Claus, der als Regisseur zuvor u.a. mit "Herr der Diebe" Erfolge feierte. 1997 co-produzierte er die Horror-Komödie "American Werewolf in Paris". Claus ist der Stoff alles andere als fremd, da er bereits an der Realverfilmung aus dem Jahr 2000 (Regie damals: Uli Edel) mitwirkte. Bei der Umsetzung von "Der kleine Vampir" stand ihm Animations-Experte Karsten Kiilerich zur Seite.

Obwohl die meiste Zeit der Handlung von der Auseinandersetzung zwischen Geiermeier und den Vampiren sowie der Befreiung von Rüdigers Familie handelt, kommen Slapstick und Action nicht zu kurz. Vor allem, nachdem der Menschenjunge Anton in die Handlung eingeführt wurde. Dann nämlich treffen die unterschiedlichen Realitäten und "Lebens"-Wirklichkeiten aufeinander: die Welt der ewig lebenden Blutsauger und die der Menschen. Wenn z.B. Anton Kreativität und Einfallsreichtum beweist und seinen jungen Blutsauger-Freund so "präpariert", dass dieser auch am Tag die Burg verlassen kann, dann wird exemplarisch an dieser Szene der Humor des Films deutlich: frech und augenzwinkernd.

Doch in "Der kleine Vampir" geht es immer wieder auch rasant und spektakulär Action-betont zu. Etwa, wenn Rüdiger seinen neuen Freund zum ersten Mal auf einem Rundflug um die Burg mitnimmt. Oder wenn (Vampir-)Kühe als fliegende Objekte zweckentfremdet werden. Etwas schade ist, dass sich die Macher bei der Zeichnung und Ausarbeitung der Figuren nicht ganz so viel Mühe gegeben haben. So bleiben viele der Figuren recht blass, insgesamt sind sie nicht sonderlich komplex oder vielschichtig gezeichnet. Immerhin: der Film vermittelt als wichtige Botschaft den Wert von Freundschaft und Zusammenhalt, auch und gerade, wenn man unterschiedlich ist und verschiedenen "Kulturen" (Mensch und Vampir) angehört.

Nicht ganz so plastisch und hochglänzend wie in den meisten Pixar- und Dreamworks-Produktionen, kommt die Optik daher. Auch wenn die Schwarzwald- und Transsilvanien-Kulissen bzw. -Schauplätze, detailreich und liebevoll umgesetzt sind.

Fazit: Unterhaltsamer, actionreicher und vor allem kurzweiliger Animations-Spaß für die Kleinsten. Die liebevoll vermittelten, wichtigen Botschaften und der Slapstick-Humor, entschädigen für die nicht gerade vielschichtig gezeichneten Charaktere.




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