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Transformers 5: The Last Knight
Transformers 5: The Last Knight
© Paramount Pictures Germany

Kritik: Transformers 5: The Last Knight (2017)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

"Transformers: The Last Knight" ist mit 260 Millionen Dollar Produktionskosten der bisher teuerste Film der Reihe. Wieder übernahm Michael Bay die Hauptrolle und erneut ist Mark Wahlberg in der Rolle des Erfinders Cade Yeager zu sehen. Gedreht wurde "The Last Knight" u.a. auf Kuba, Island, Wales und in England. Aber auch in den USA wurde gefilmt, wo u.a eine spektakuläre Verfolgungsjagd mit Autobots inszeniert wurde. Selbst wenn "The Last Knight" der letzte Teil des klassischen, ursprünglichen "Transformers"-Universums ist, ein Ende der Filme, in denen es um die Figuren des Franchise geht, ist nicht in Sicht. So planen die Macher für die nächsten Jahre u.a. ein Bumblebee-Spin-Off sowie einen Animationsfilm.

Michael Bay erfindet mit seinem mittlerweile fünften Teil der orgiastischen, an Pathos und Bombast kaum zu überbietenden Filmreihe das Rad – wie erwartet – nicht neu. Immerhin: "The Last Knight" übertrifft den letzten, vermutlich bisher schwächsten Teil doch deutlich. Das liegt u.a. daran, dass Bay den Robotern wieder mehr Screening-Time gewährt. Doch nicht nur das: zwar erscheinen sie – zum Glück – bei weitem nicht menschlich, allerdings verleibt ihnen der US-amerikanische "Master of Desaster" eine gehörige Portion Empathie ein. Kurzum: Sie erhalten mehr Emotionen was dazu führt, dass der Zuschauer verstärkt mit ihnen fühlt bzw. bangt. Dadurch verkommen sie auch nicht (mehr) zu kaum greifbaren, allzu pragmatisch vorgehenden Blechbüchsen.

Mehr denn je aber packt Bay sein 150-Minuten-Action-Epos mit Verweisen, Wendungen und Handlungselementen voll. Da verliert man schon einmal den Überblick, vor allem wenn mit Hektik und enormem Tempo zu Werke gegangen wird. Was aber andererseits auch nicht viel ausmacht, denn inhaltliche Logik und nachvollziehbare Entscheidungen der Figuren, haben in der Welt von "Transformers" ja ohnehin noch nie eine Rolle gespielt. Dasselbe gilt für die Glaubwürdigkeit von oberflächlichen Liebesbeziehungen und die (spontanen) Einfälle des "letzten Ritters" Cade. Hier bleibt sich Bay mal wieder treu. Und übrigens auch, was die ausufernden, überladenen Verfolgungsjagden betrifft.

Aber: "The Last Knight" bietet darüber hinaus aber eben auch wieder herausragende, schier berauschende Schauwerte – egal ob innerhalb eines halb demolierten Baseball-Stadions, in beschaulich-idyllischem Ambiente eines englischen Landsitzes oder in den Weiten des Alls. Nicht zu vergessen die visuell spektakulären, rasant geschnittenen Weltraum-Schlachten, die jene aus den letzten Star-Wars-Filmen noch übertreffen. Kein Wunder, wurde fast der komplette Film doch mit den hochwertigsten, teuersten IMAX-Kameras gedreht, die aktuell am Markt zur Verfügung stehen. Angepasst sind die Sequenzen exakt an die Sehgewohnheiten eines vornehmlich jüngeren (Action-) Publikums. Wer bei diesem Film ein typisches Bay-Werk erwartet, bekommt es hier mehr denn je.

Fazit: Schneller, lauter, orgiastischer – der fünfte, bisher teuerste Teil der Reihe ist inhaltlich ebenso hanebüchen und sinnbefreit wie alle vorherigen Filme und die Charaktere erscheinen genauso oberflächlich. Bis auf die Figur, die Anthony Hopkins verkörpert. Dennoch übertrifft "The Last Knight" seinen Vorgänger, was in erster Linie an den emotionaler gezeichneten Robotern und den überwältigenden Weltraum-Schlachten liegt.




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