VG-Wort
Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
Das Malen des modernen Gartens: Monet bis Matisse
Das Malen des modernen Gartens: Monet bis Matisse
© Arts Alliance

Kritik: Das Malen des modernen Gartens: Monet bis Matisse (2016)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4 / 5

Viel ist bereits geschrieben worden über den Einfluss neuer Technik, wie der Eisenbahn auf die Impressionisten oder des japanischen Holzschnitts auf die Postimpressionisten. Dabei wurde einem der naheliegendsten Sachverhalte jedoch bisher wenig Beachtung geschenkt - da er uns heute nur zu vertraut, um nicht zusagen banal erscheint: Viele Impressionisten haben einen großen Teil ihres Werks dem Malen von Bildern ihres eigenen Gartens gewidmet. Doch was heute schnell Assoziationen an Gartenzwergkolonien und Spießertum weckt, war im 19. Jahrhundert eine ähnlich revolutionäre Neuerung, wie die eingangs bereits erwähnte Eisenbahn: Waren private Gärten zuvor eine Sache von Königen und ähnlich hochgestellten Herrschaften, so wurde der eigene Garten im 19. Jahrhundert der neue Erholungsraum des sich ausbreitenden Bürgertums. Hierbei betrieben Maler, wie Monet das Anlegen ihrer Gärten unter Einbeziehung der neusten botanischen Erkenntnisse und der aktuellsten Gartenbautrends.

Der von David Bickerstaff gedrehte und von Phil Grabsky produzierte Film "Den modernen Garten malen - Monet bis Matisse" erscheint in der Reihe Exhibition on Screen, die sich der Dokumentation einzelner Ausstellungen widmet. Wie beispielsweise auch der zuletzt in dieser Reihe erschienene Film "Renoir - verehrt und verachtet" gelingt es dem Film einen neuen Blick auf ein Thema zu werfen, das derart populär ist, dass man eigentlich bereits der Ansicht war, dass zu diesem längst alles gesagt wurde. Hierbei ist auch dieser neuste Beitrag aus dieser Kunst-Doku-Serie von seiner filmischen Reite her denkbar unspektakulär - um nicht zu sagen: ein wenig bieder geraten. Doch dieses Manko macht "Den modernen Garten malen - Monet bis Matisse" dadurch mehr als wett, dass auch diese Dokumentation wieder sehr fein ausgewogen und sehr informativ geraten ist.

Fazit: Der Kunst-Doku "Den modernen Garten malen - Monet bis Matisse" gelingt ein frischer und tiefgehender Blick auf ein Thema, das so bekannt ist, dass man eigentlich dachte, schon alles hierüber zu wissen.





Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.