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Wendy - Der Film
Wendy - Der Film
© Sony Pictures

Kritik: Wendy - Der Film (2016)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Seit 1986 existiert die Zeitschrift "Wendy" nun schon und unterhält vor allem junge Pferdefreundinnen mit Comics und Informationen über die beliebten Vierbeiner. Die Titelheldin Wendy hat dabei längst den Sprung in andere Medien geschafft und erscheint ebenso in Hörspielen, Computerspielen, als Spielzeug und in Real- sowie Trickserien. Pünktlich zum 30-jährigen Jubiläum startet nun das erste Kinoabenteuer mit dem blonden Mädchen auf deutschen Leinwänden.

Die Regie hat dabei Dagmar Seume übernommen, die mit "Hanni & Nanni 3" (2013) schon Erfahrungen mit auf ein junges, weibliches Publikum zugeschnittene Kinoproduktionen sammeln konnte. Wie auch schon bei der Enid-Blyton-Verfilmung inszeniert die Filmemacherin kindgerecht: Bunte Farben, ein leicht nachvollziehbare Geschichte sowie eine glaubhaft vermittelte Moral sind die Stützpfeiler von "Wendy". Mehr als solide Unterhaltung bietet dieser durch und durch konventionelle Kinderfilm allerdings nicht.

Die junge Hauptdarstellerin Jule Hermann wirkt manches Mal überfordert, wenn sie alleine mit ihrem tierischen Ko-Star vor der Kamera agiert. Das kann man der Schauspielerin aber nicht wirklich übel nehmen, so mancher erwachsene Darsteller hätte wohl ebenso seine Probleme damit, einen ganzen Film schultern zu müssen. Störender ist hingegen das schwache Drehbuch von Caroline Hecht, die bisher in erster Linie für das Fernsehen Geschichten entworfen hat. Während der zentrale Konflikt gelungen ist, bleiben die Nebenstränge austauschbar und uninteressant.

So ist "Wendy" keinesfalls ein totaler Reinfall, zugleich jedoch kein Film, dem es gelingt, aus der Masse hervorzustechen. Andere Pferdefilme wie etwa "Ostwind" (2013) konnten da in der jüngeren Vergangenheit weitaus erfolgreicher eigene Akzente setzen.

Fazit: "Wendy" ist ein kindgerechter Pferdefilm, der mit seiner leicht nachvollziehbaren Geschichte junge Mädchen unterhalten will. Das gelingt der konventionellen Produktion im Ansatz zwar gut, doch zugleich sind die Schwächen des Drehbuchs unübersehbar. Es gelingt dem Kinderfilm nicht, eigene Akzente zu setzen und aus der Masse ähnlicher Filme herauszuragen.




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