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From Business To Being
From Business To Being
© mindjazz pictures

Kritik: From Business To Being (2016)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Hanna Henigins und Julian Wildgrubers "From Business to Being" trägt seine Prämisse bereits im Titel. Eine Vereinbarkeit von Geschäft(swelt) und (erfülltem) Sein scheint es für die Filmemacher nicht zu geben. Der arbeitende Mensch kann nur vom einen zum anderen gelangen. Und so verwundert es kaum, dass in diesem Dokumentarfilm nur zu Wort kommt, wer die (kapitalistische) Arbeitswelt kritisiert, verändern will oder bereits aus ihr ausgestiegen ist.

Damit surft "From Business to Being" auf einer Welle von Filmen, Büchern und Essays, die, nicht nur in der Arbeitswelt, mehr Achtsamkeit und einen besseren Ausgleich zwischen Privat- und Berufsleben in einer immer stärker beschleunigten Welt fordern. Auch wenn sich die interviewten Köpfe durch die Bank einig sind, Henigin und Wildgruber gar nicht erst nach Gegenstimmen suchen, ist diese einseitige Sicht auf das Thema zunächst einmal nicht zu kritiseren. Schließlich können, ja müssen Dokumentarfilme manchmal auch dazu da sein, eindeutig Stellung zu beziehen.

"From Business to Being" verharrt hierbei aber zu sehr an der Oberfläche, lässt seine Experten in Sachen Berufsausstieg, Achtsamkeit und Meditation viel zu viele leere Worthülsen abfeuern, anstatt kritisch nachzuhaken und in die Tiefe zu gehen. Es ist bezeichnend, dass die drei exemplarisch vorgeführten Systemkritiker allesamt Führungskräfte sind, die einen (möglichen) Berufsausstieg verschmerzen können. Wirklich praktischen Nutzen wird Otto Normalverdiener, der auf seinen Job angewiesen ist, aus den im Film angebotenen Lösungen kaum ziehen. Zudem scheint ein Ausweg ohne Meditation nicht zu meistern, was die insgesamt recht eindimensionale Sicht auf die Dinge ein weiteres Mal unterstreicht.

Fazit: Mit ihrer Kritik an der zunehmenden Arbeitsbelastung liegen Hanna Henigin und Juian Wildgruber voll im Trend. Ihr Dokumentarfilm "From Business to Being" dürfte die Erfahrungen vieler Zuschauer spiegeln, bietet ihnen jedoch (zu) wenig Lösungen.





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