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The Party
The Party
© Weltkino Filmverleih

Kritik: The Party (2017)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Als diese britische Komödie im Wettbewerb der Berlinale uraufgeführt wurde, gab es keinen freien Platz mehr im Berlinale-Palast. Die Aussicht auf einen wohltuend kurzen und mit Stars besetzten Streifen lockte die versammelte Presse vor die Leinwand. Nach Ende des Films wurde dann aber auch nicht mehr groß von dem in Schwarzweiß und in London gedrehten Werk gesprochen und wenig überraschend gab es dann auch keine Bären.

"The Party" ist ein amüsantes Stück, das wirkt, als wäre es von einer Bühne entliehen, und als ob diese Bühne teilweise das Millowitsch-Theater in Köln wäre. Die Farce-Auswüchse - Mülltonne auf, Mülltonne zu, Tür auf, Tür zu - erinnern teilweise an ein Boulevard-Stück, das sich geschwind um die eigene Achse im Kreis dreht, um mit einer Pointe zu enden, die man als gekonnt oder als gezwungen ansehen kann.

Regisseurin und Drehbuchautorin Sally Potter nimmt die Fassade linksliberaler Bürgerlichkeit auf die Schippe und liefert ein Feuerwerk messerscharfer Dialoge, das von dem namhaften Ensemble launig dargeboten wird. Es macht immer Freude, großen Künstlern dabei zuzusehen, wie sie ihr Können vor unseren Augen entfalten, und als Darbietung von Schauspielkunst macht "The Party" Spaß. Aber so witzig, wie der Film zu sein glaubt, ist er bei weitem nicht, und tiefere Einsichten oder interessante Gesellschaftsatire sollte man nicht erwarten.

Fazit: Sally Potter bereitet die Bühne für das erlesene Ensemble großartiger Schauspieler, die sich mit Schmackes ins Geschehen werfen. Eine amüsante Komödie, aber keine satirische Offenbarung.




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